Sonderausstellungen 2011

Gold, Sklaven und Elfenbein - Mittelalterliche Reiche im Norden Nigerias

22. September 2011 bis 1. Januar 2012
weiterführende Informationen finden Sie hier
Die Ausstellung findet im Römisch-Germanischen Zentralmuseum statt.

Wege nach Byzanz

6. November 2011 bis 5. Februar 2012
Landesmuseum Mainz
Die Bedeutung des Byzantinischen Reichs für das moderne Europa ist kaum zu überschätzen. Dabei hat man lange seine kulturelle Hinterlassenschaft als uninspirierten Nachklang der Antike abgelehnt. Erst in der Neuzeit lernte man seine vielfältigen Kulturleistungen und innovativen Ansätze in Technik, Kunst und Literatur schätzen. Die Ausstellung verbindet Wissenschafts- und Kulturgeschichte. Sie gibt Einblicke in die verschiedenen wissenschaftlichen Methoden zur Erforschung der byzantinischen Kultur und beleuchtet, wie dieses Wissen im Laufe der Zeit vermittelt wurde. Hochrangige Exponate aus dem In- und Ausland, wie Papyri, Elfenbeine, Ikonen, wertvolle Seidenstoffe oder andere Luxuswaren, verdeutlichen dabei den starken Einfluss der byzantinischen Kultur über Jahrhunderte hinweg.

Im Rahmen des Projektes »Mainz – Stadt der Wissenschaft 2011« wird das RGZM in Kooperation mit dem Landesmuseum Mainz und dem Arbeitsbereich Christliche Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte am Institut für Kunstgeschichte der Johannes Gutenberg-Universität Mainz im Eckrisalit eine Ausstellung präsentieren, die sowohl Wissenschafts- als auch Kulturgeschichte miteinander verbindet.

Jadezeit – Kupferzeit. Deutsch-Französische Beziehungen vor 6000 Jahren

08. Dezember 2011 - 31. Januar 2012
Institut Français de Mayence
Die Kupferzeit ist ein Abschnitt innerhalb der Jungsteinzeit (oder des Neolithikums). Die Jungsteinzeit (in Mitteleuropa 5600-2200 v. Chr.) stellt in der Menschheitsgeschichte einen gewaltigen Sprung dar: Zum ersten Mal werden Menschen sesshaft und betreiben Landwirtschaft. Der Getreideanbau und die Haustierhaltung, der sich zunächst auf den »fruchtbaren Halbmond« (der Bereich des Oberen Zweistromlandes und der südlichen Levante) konzentrieren, breiten sich nach Europa aus. Eine stabilere Versorgung mit Lebensmitteln führt zu einem starken Bevölkerungswachstum; bald entstehen wirtschaftlich und politisch komplexe Gemeinschaften. Zum ersten Mal greift der Mensch auch massiv und nachhaltig in die Natur ein und verändert sie – frühe Umweltschäden treten auf.

Die Kupferzeit (in Mitteleuropa 4500-2200 v. Chr.) markiert jene Phase, in der Metall (Kupfer) zu Schmuck und Werkzeuge verarbeitet wurde. Die Verwendung des Kupfers als Werkstoff und Rohmaterial ist allerdings zunächst auf das östliche Europa und das östliche Mitteleuropa beschränkt. Im Westen wird Jade als Rohmaterial für prunkvolle Beile und andere Gegenstände genutzt, die bis nach Mitteleuropa verhandelt werden. Im Rhein-Main-Gebiet treffen sich die Verbreitungsgebiete von Kupfer- und Jadeobjekten. Hier entstehen große und mächtige Siedlungen entlang der Flussläufe des Mains und des Rheins.

In der Ausstellung werden die vielfältigen kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Mittel- und Westeuropa während der Jungsteinzeit dargestellt. Grundlage ist ein deutsch-französisches Forschungsprojekt mit aktuellen Ausgrabungen im Rhein-Main-Gebiet.

Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts »Mainz - Stadt der Wissenschaft 2011« und in Zusammenarbeit mit dem Institut Français de Mayence statt.

Öffnungszeiten:
Mo-Do 9.30 - 12.30 Uhr, 14.30 - 18 Uhr; Fr 9.30 - 12.30 Uhr

Vernissage: 08.12.2011, 18.30 Uhr

weitere Informationen:

 

Römisch-Germanisches Zentralmuseum
Forschungsinstitut für Vor- und Frühgeschichte

Ernst-Ludwig-Platz 2

55116 Mainz


Angela Porth M.A.

Tel.: +49 (0) 6131/9124-170

Fax: +49 (0) 6131/9124-170