Forschungsschwerpunkte
Deponierungen in der Vor- und Frühgeschichte
Neben Grabfunden stellen Depotfunde als geschlossene Fundkomplexe eine überaus wichtige Fundgattung dar. Anders als Gräber können Depots allerdings aus ganz unterschiedlichen Beweggründen zustande gekommen sein, wobei sowohl sakrale als auch profane Hintergründe eine Rolle spielen können. Zu den beiden wichtigsten Deponierungsarten gehören Weihungen an Gottheiten und Verbergungen in Notsituationen. Beiden Varianten wird in diesem Forschungsschwerpunkt durch die Untersuchungen von Fallbeispielen Rechnung getragen. Dabei stehen für die Vorgeschichte speziell die Waffendeponierungen im Mittelpunkt, die eher als Opfergaben anzusprechen sind, denn als Verbergungen in Notsituationen. Hier reichen die ausgewählten Fallbeispiele räumlich vom Vorderen Orient bis nach Mitteleuropa und zeitlich vom 13. bis zum 1. Jh. v. Chr. Notsituationen führten dagegen wohl zur Niederlegungen von einigen außergewöhnlich reichen Schätzen im frühen Mittelalter, von denen der Schatz von Sânnicolau Mare (Nagyszentmiklŏs) auch aufgrund seiner kunsthandwerklich besonders qualitätvollen Goldobjekte herausragt.
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Abteilung Vorgeschichte
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Projekte im Forschungsschwerpunkt
- Waffendeponierungen im Vorderen Orient: Der Waffenfund von Mergama/Nordirak
- Die urartäischen Funde im Römisch-Germanischen Zentralmuseum
- Studien zu urnenfelderzeitlichen Waffendeponierungen
- Der latènezeitliche Waffenopferfund aus Förk in Kärnten
- Waffendeponierungen des 1. Jahrhunderts v. Chr. in den Schächten von Toulouse und Vieille-Toulouse
- Der frühmittelalterliche Goldschatz von Sânnicolau Mare (Nagyszentmiklós)
- Der mittelalterliche Schatz von Münster-Stadtweinhaus
