Forschungsschwerpunkte
Frühmenschliche Expansionen und die Kolonisation Westeurasiens
In nur 2,5 Mio. Jahren hat sich der Mensch unterschiedliche Lebensräume erschlossen und sich so über den gesamten Erdball ausbreiten können. Ziel dieses Schwerpunktes ist die detaillierte Erforschung der Zahl, der Arten der Ausbreitung und die zugrunde liegenden Mechanismen. Dabei wird insbesondere thematisiert, in welchem Maße naturräumliche und paläoklimatische Gegebenheiten oder die Entwicklung spezieller kognitiver Fähigkeiten die Expansion gefördert oder dieser entgegenstanden. Daten unterschiedlichster Disziplinen werden in Modellen zur Kolonisation des westlichen Eurasiens zusammengefügt. Nach Abschluß der Studien zur frühesten Ausbreitung des Menschen vor 1,8 – 1 Million Jahren über die Grenzen von Afrika konzentrieren sich die Arbeiten nun auf die Spätphase des Pleistozäns, auf den Übergang vom Mittel- zum Jungpaläolithikum im westlichen Eurasien und die Wiederbesiedlung des nördlichen Europas nach dem letzten Kältemaximum während des Zeitraumes zwischen 20.000 und 8.000 v. Chr. Einen wichtigen Beitrag liefern hier die für 2007 vorgesehene Erweitung und der Ausbau einer 14C-Datenbank sowie die Verfeinerung der Kalibrationskurve in glazialen Klimaabschnitten.
Im Rahmen dieses Forschungsschwerpunktes erstellte Sonja Grimm, Doktorandin am Forschungsbereich Altsteinzeit, 2006 Karten des spätglazialen NW-Europas. Die Karten sind jetzt als Download verfügbar.
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