Forschung im RGZM

Abteilung Frühes Mittelalter

Das Forschungsgebiet der Abteilung umfaßt Europa mit den nordafrikanischen und vorderasiatischen Nachbarländern sowie einen Zeitraum, der von der spätrömischen bis in die karolingisch-ottonische Zeit reicht, also im ausgehenden 3. Jh. beginnt und im 9./10. Jh. endet. Prägendes Ereignis für diese Epoche sind die gewaltigen Völkerwanderungen, die einerseits das Ende des Weströmischen Reiches auslösten, andererseits das Oströmische Reich permanent unter Druck setzten. Während dieses sich behaupten und die antike kulturelle Tradition bewahren konnte, übernahmen im Westen germanische Königreiche die Herrschaft. Die damit einhergehende Verschmelzung unterschiedlicher Kulturen wurde schließlich zur Grundlage für die Entstehung des mittelalterlichen und neuzeitlichen Europa. Dabei stellt das Christentum, dessen europaweite Ausbreitung im Frühen Mittelalter einsetzte, den bestimmenden kulturellen Faktor dar. Zur Erforschung der vielfältigen Wechselbeziehungen treten in dieser Epoche neben die Fragestellungen von Kultur-, Sozial-, Wirtschafts- und Siedlungsgeschichte in besonderem Maße solche der Kunstgeschichte.  

Forschungsschwerpunkte der Abteilung Frühes Mittelalter

Überblick über die Forschungsprojekte