Terra Vulcania in Mayen eröffnet

Seit Ende April empfängt Terra Vulcania, das vierte Infozentrum im Vulkanpark Osteifel, in Mayen seine Gäste. Es ist in enger Zusammenarbeit der Stadt Mayen, des Eifelmuseums Mayen und des RGZM-Forschungsbereichs Vulkanologie, Archäologie und Technikgeschichte (VAT) entstanden.

Die Ausstellung widmet sich ganz der 7000jährigen Geschichte der Basaltgewinnung und den Menschen, die diese harte, aber einträgliche Arbeit geleistet haben. Im Erdgeschoss ist die Steinbruchlandschaft im Wandel der Jahrtausende Thema. Hier können Besucher die verschiedenen Methoden zur Förderung der Steine selbst erproben. Aber auch das Selbstverständnis der Arbeiter, Gefahr und Frömmigkeit, Arbeitszeiten, Lohn und Freizeit werden durch zahlreiche Originaldokumente begreiflich.

Auf der Galerie bieten sich Arbeitsplätze verschiedener Epochen bis hin zur heutigen Industriehalle dar, nebenan veranschaulicht ein Diorama die Renaturierung der Landschaft. Ein riesiges Hochregal stellt die Produkte zur Schau – vom keltischen Reibstein über die begehrten Mühlsteine bis zu modernen Fassadenplatten. Gegenüber machen große Wandbilder den bedeutenden Fernhandel mit den Steinen aus Mayen und Mendig lebendig. Drei Kaiser – Augustus, Karl der Große und Wilhelm I. – stehen symbolisch dafür, dass die Steine der Region stets auch eine Rolle im politischen Streben der Mächtigen gespielt haben.

An der Stirnseite der Ausstellungshalle rafft ein Trickfilm im ungewöhnlichen Hochformat die 200 000 Jahre vom Ausfließen der Lavaströme bis heute in sieben Minuten zusammen. Und am Schluss des Rundgangs können alle Besucher noch einmal die Schulbank drücken: Wer zehn Fragen zum Steinbetrieb richtig beantwortet, erwirbt anschließend ein Zeugnis als „Layer“ (Steinbrecher). Weniger Erfolgreiche müssen sich hingegen mit dem Dasein als „Kiesklöpper“ zufrieden geben.

Terra Vulcania ist von Dienstag bis Sonntag und feiertags von 10-17 Uhr geöffnet.
www.vulkanpark.com
www.mayen.de


Eröffnung von Terra Vulcania am 27. Mai 2012. Von links nach rechts: Landrat Dr. Alexander Saftig, Oberbürgermeisterin Veronika Fischer †, Innenminister Roger Lewentz und Generaldirektor Prof. Dr. Falko Daim.

 

 

 

 

Blick in die Ausstellung.

 

 

 

 

 

 

Die Hochregel-Installation vereint Produkte aus 7000 Jahren Steinabbau.

 

 

 

 

 

 

 

Das Thema Handel wird auf der Galerie dargestellt – hier die Epoche der Industrialisierung.