Der Neubau des Römisch-Germanischen Zentralmuseums startet 2013

Vor einem Jahr wurde beschlossen, den Bau des Archäologischen Zentrums Mainz (AZM) in der Mainzer Südstadt in zwei Bauabschnitten umzusetzen. Im ersten Bauabschnitt des Zentrums wird der Neubau des Römisch-Germanischen Zentralmuseums (RGZM) realisiert. Der Abschluss des ersten Bauabschnittes erfolgt 2016.

In der Umsetzung eines Archäologischen Zentrums in Mainz sieht Univ.-Prof. Dr. Falko Daim, Generaldirektor des RGZM, die Chance für das archäologische Institut, sich weiterzuentwickeln und zu wachsen. Dieses sei am alten Standort derzeit aus Platzgründen nicht mehr möglich. Die Dauerausstellung zur Vorgeschichte musste schon 2006 der aus allen Nähten platzenden Bibliothek weichen. Zurzeit sind die Ausstellungsobjekte dieser Abteilung magaziniert.

Im Neubau wird eine größere Ausstellungsfläche zur Verfügung stehen, die sowohl den Dauerausstellungen Platz bietet, als auch Raum für Sonderausstellungen lässt. Insgesamt werden in Mainz über 5000 qm Ausstellungsfläche zur Verfügung stehen. Davon werden ca. 3500 qm für die Ausstellungen des Römisch-Germanischen Zentralmuseums geschaffen, während das Museum für Antike Schiffahrt weiterhin in der angrenzenden alten Lockhalle beheimatet bleibt. Ähnlich wie im neugestalteten Schifffahrtsmuseum ist eine Neukonzeption der Dauerausstellungen für den Umzug ins neue Gebäude geplant. Ein Café mit Außenbereich, ein Vortragssaal, ein neuer Museumsshop und ein Raum für die Wissenschaftspädagogik runden das Museumskonzept ab.

Im Westteil des Gebäudes findet das Forschungsinstitut für Archäologie mit seinen Mitarbeitern, den Restaurierungswerkstätten und seiner archäologischen Fachbibliothek auf vier Etagen Platz.

„Der Neubau des Römisch-Germanischen Zentralmuseums in der Nähe des Mainzer Südbahnhofes nahe bei dem antiken römischen Theater wird einen weiteren städtebaulichen Höhepunkt für die Landeshauptstadt bilden“, sagte Finanzminister Carsten Kühl anlässlich der Planungspräsentation am 3. Juli 2012.
Während des ersten Bauabschnittes wird zudem die Neutorschule saniert. Dort werden Büros untergebracht und eine Informationsstelle für Besucher der Neutorschule und Interessierte eingerichtet. Neben dem Erhalt der Neutorschule und des alten Baumbestandes entsteht ein Platz, „der die Lebensqualität in der südlichen Altstadt positiv beeinflussen wird“, erklärte Oberbürgermeister Michael Ebling. Die Errichtung des AZM sei eine Chance für die Stadt Mainz. Damit könne sie dem RGZM eine neue Zukunftsperspektive geben.

Die Planung des zweiten Bauabschnittes erfolgt 2015/2016. Insgesamt verfügt das Archäologische Zentrum Mainz über 8500 qm Nutzfläche.