Frühe Ungarn

Forschungsprojekt: Reiterkrieger, Burgenbauer

Die frühen Ungarn und das "Deutsche Reich" vom 9. bis zum 11. Jahrhundert

Frühe Ungarn

Das Teilprojekt „Frühe Ungarn“ knüpft an die bisherigen Forschungen zu den Ungarn im 10. Jahrhundert am Römischen-Germanischen Zentralmuseum an. Allen voran wäre die Studie zum Reitergrab von Gnadendorf zu nennen, die ein reich ausgestattetes frühungarisches Grab mit unterschiedlichen archäologischen und naturwissenschaftlichen Methoden erforschte.
Im Rahmen dieses Projekts sollen die materiellen Hinterlassenschaften der frühen Ungarn im Karpatenbecken grundlegend erforscht werden. Neben den Studien zu den Bestattungssitten, einem chronologischen und typologischen Gerüst des frühungarischen Fundmaterials aus den Gräbern, stehen auch Fragen zu der Kontinuität frühungarischer Siedlungen im Vordergrund.
Wir sind bestrebt das archäologische Fundmaterial einer genauen und kritischen Prüfung zu unterziehen und so eine fundierte Grundlage für zukünftige Forschungen zu schaffen. Neben den archäologischen Untersuchungen spielen naturwissenschaftliche Analysen eine bedeutende Rolle, die uns neue Aspekte zur Beurteilung des Fundmaterials bieten.

Aktuelle Publikationen zu den frühen Ungarn aus dem RGZM:

Falko Daim, Ernst Lauermann
Das frühungarische Reitergrab von Gnadendorf (Niederösterreich)
Monographien des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz, Band 64 (Mainz 2006)

 


Falko Daim (Hrsg.)
Heldengrab im Niemandsland. Ein frühungarischer Reiter aus Niederösterreich
Mosaiksteine, Forschungen am Römisch-Germanischen Zentralmuseum, Band 2 (Mainz 2006)

 

 

Im Rahmen des Projekts erschienene und geplante Publikationen:
Miklós Takács, Das Formspektrum der Tonkessel im Karpatenbecken. Arch. Korrbl. 40/1, 2010 S. 139-154. (Zusammenfassung)

Tagungen:
Budapest, Akademie der Wissenschaften, Archäologisches Institut, 4. und 5. Dezember 2009
Tagungsprogramm