Byzantinische Tierdarstellungen
Dr. Y. Petrina
Das Forschungsvorhaben beschäftigt sich mit byzantinischen Tierdarstellungen und deren Einfluss auf die zeitgenössische antike Welt. Untersucht werden zunächst Goldschmiedearbeiten mit Tierdarstellungen, die in den Zeitraum von der Erhebung Konstantinopels zur Reichshauptstadt 330 n. Chr. bis zum Beginn der makedonischen Dynastie 867 n. Chr. datiert werden können. Später sollen diese Untersuchungen auch auf andere Kunstgattungen ausgeweitet werden.
Detail eines byzantinischen halbmondförmigen Goldohrrings mit Darstellung eines Pfaus. – Foto: V. Iserhardt, RGZM.
Die Untersuchungen basieren auf Form-, Motiv-, Stil- und – ergänzend dazu – Quellenstudien. Dabei sollen unter anderem neue Kriterien zur zeitlichen und geographischen Einordnung von Formen, Motiven und Stilen gefunden werden.
Verglichen werden die byzantinischen Goldschmiedearbeiten auch mit den materiellen Hinterlassenschaften anderer Völker, etwa der Awaren und Langobarden, denn vereinzelt finden sich außerhalb des byzantinischen Reichs byzantinische oder byzantinisch beeinflusste Goldschmiedearbeiten. In diesem Zusammenhang soll außerdem danach gefragt werden, ob und wiefern sich die byzantinischen Tierdarstellungen von anderen Tierdarstellungen unterscheiden und ob sie als Kriterien für die Lokalisierung von Goldschmiedearbeiten herangezogen werden können.
Byzantinische Archäologie Mainz
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