Granatverzierte Scheibenfibel aus dem Gräberfeld Keszthely-Fenékpuszta Horreum (Foto: E. Horváth)

Armband mit Granateinlagen aus dem GräberfeldKölked-Feketekapu B (Foto: Kiss 2001, Taf. V.1)

Gürtelbeschläge mit Granatverzierungen aus der Kunbábony-Sammlung (Foto: Tóth - Horváth 1992, Abb.2)



Archäometrische Untersuchungen von Granatschmuck (spätes 6. und 7. Jahrhundert) - Archäologische Funde aus Ungarn

Ziel dieses Teilprojektes ist die archäologische Auswertung der Granatfunde des 5.-8. Jahrhunderts aus dem Karpatenbecken. Anders als im 5. und 6. Jahrhundert finden sich im 7. Jahrhundert dort nur noch verhältnismäßig wenige granatverzierte Objekte; dafür zählen diese zu den reichsten Ausstattungen und finden sich in Gräbern der lokalen Eliten, die in ständigem Kontakt mit dem Westen und dem italischen Raum standen. Hier gilt es zu klären, ob die hohe Qualität der Arbeiten aus dem 7. Jahrhundert durch eine Wiederbelebung regionaler Werkstätten oder durch Import bedingt ist. Nicht nur die Menge, sondern auch die ungewöhnliche Größe des verwendeten Granats wirft auch hier bislang ungelöste Fragen nach Rohsteinquellen, Handelskontakten und Werkstattkreisen auf.