öffentlicher Vortrag 

“Ausgrabungen" im Speicherer Wald in den 1950er Jahren (Archiv der GDKE Rheinland-Pfalz).


17.04.2018, 18:15

RGZM | Römisch-Germanisches Zentralmuseum
im Kurfürstlichen Schloss
Ernst-Ludwig-Platz 2
55116 Mainz

Der Vortrag findet im Vortragssaal statt. 
Der Eintritt ist frei!

 

 


Archäologie von ungeahntem Ausmaß – Die römischen Töpfereien von Speicher und Herforst (Südeifel)

Ein Vortrag von Dr. Angelika Hunold und Dr. Holger Schaaff in der Reihe »Wintervorträge«.

Seit mehr als 150 Jahren ist in der Archäologie bekannt, dass 30 Kilometer nördlich der römischen Kaiserresidenz Trier ein Töpferzentrum von europäischem Rang bestand. Ungeheure Mengen an Keramik wurden dort vom 2. bis in das 5 Jahrhundert produziert. Bei Geländebegehungen im Wald und auf freiem Feld, wird noch heute das Ausmaß der Produktion deutlich. Der unebene Boden, Steinansammlungen und Massen an Keramikscherben zeigen, dass die Töpfereien dicht unter der Oberfläche liegen. Im Lauf der Zeit sind mehr als 30 größere Werkstattkomplexe, immer bestehend aus mehreren Gebäuden, Öfen und Tongruben, entdeckt worden, die sich auf einer Fläche von mehr als 2,5 km2 verteilen. Doch wegen seiner großen Ausdehnung konnte das Töpferzentrum trotz vieler Fundbeobachtungen und Ausgrabungen nie umfassend untersucht werden.

Das möchte das RGZM nun ändern - zusammen mit der Landesarchäologie Trier, der Universität Frankfurt und dem Ludwig Boltzmann Institut in Wien. Erste Untersuchungen haben bereits jetzt Spektakuläres erbracht.

Zur Reihe »Wintervorträge«

Schon seit Jahrzehnten gewähren die Wintervorträge einem Interessierten Publikum Einblick in die aktuellen Forschungen am Römisch-Germanischen Zentralmuseum. Auch 2018 möchten wir Sie wieder mit Vorträgen über einige unserer Arbeiten informieren. Die Veranstaltungsreihe wird ausgerichtet von der Gesellschaft der Freunde des RGZM. Einen Überblick über alle Termine finden Sie hier.