Forschungsbereich Vulkanologie, Archäologie und Technikgeschichte (VAT)

Der Forschungsbereich Vulkanologie, Archäologie und Technikgeschichte (VAT) besteht seit 1997 und ist damit die jüngste Außenstelle des RGZM. Er hat seinen Sitz in Mayen, Kreis Mayen-Koblenz, inmitten einer erdgeschichtlich jungen Vulkanlandschaft. Seit alters her ist die Region vom intensiven Abbau mineralischer Rohstoffe geprägt.

Diese Ausgangslage gab Anlass für die thematische Ausrichtung des VAT. Durch die moderne Steinindustrie sind heute zahlreiche quartäre Vulkane sowie alte Steinbrüche und Bergwerke aufgeschlossen. Diese Zeugnisse der Erd- und der Technikgeschichte sind nördlich der Alpen einzigartig. Zahlreiche der in den vergangenen 50 Jahren kaum erforschten Denkmäler konnten durch den Forschungsbereich VAT archäologisch untersucht werden. Aus den daraus resultierenden Fragestellungen entwickelte sich der Forschungsschwerpunkt »Entstehung einer Industrielandschaft – Das antike Steinbruch- und Bergwerksrevier zwischen Eifel und Rhein«.

Mittlerweile befasst sich der Forschungsbereich mit Fragen der Technik- und Wirtschaftsgeschichte in der gesamten Alten Welt. So ist der VAT durch seine Studien zu den byzantinischen Werkstätten in Hanghaus 2 von Ephesos auch an dem Forschungsschwerpunkt »Werkstätten und Handel im Byzantinischen Reich« beteiligt.

Darüber hinaus ist der Forschungsbereich VAT in der Öffentlichkeitsarbeit tätig. Im Vulkanpark Osteifel ist er verantwortlich für die Erforschung und Erschließung der Denkmäler, ebenso für die Einrichtung der Informationszentren. Neue Forschungsergebnisse fließen auf diese Weise unmittelbar in die Präsentation vor Ort ein.

Forschungsschwerpunkte