Veranstaltungsbericht 

Ergebnispräsentationen der Grabungskampagne 2015 in Capodimonte (Viterbo), 24. September 2015: Grußwort des Bürgermeisters von Capodimonte Mario Fanelli (Foto: Andreas Puhl).

Ergebnispräsentationen der Grabungskampagne 2015 in Capodimonte (Viterbo), 24. September 2015: Mitwirkende. v.l.n.r.: Chr. Pare, A. Babbi, F. Miketta (Foto: Andreas Puhl).

Ergebnispräsentationen der Grabungskampagne 2015 in Capodimonte (Viterbo), 24. September 2015: Veranstaltungsort und Publikum (Foto: Andreas Puhl).


24. September 2015, 17:30 Uhr

Museo della Navigazione nelle Acque Interne Capodimonte (VT), Italien

  


Bisenzio: Ergebnispräsentation der Feldforschungen 2015

Zum Ende der ersten Feldforschungskampagne in Bisenzio fand im Museo della Navigazione nelle Acque Interne in Capodimonte am 24. September 2015 eine Präsentation des Kampagnenjahres 2015 statt. Ziel der Veranstaltung war es, alle Aktivitäten zu resümieren, die im ersten Jahr stattgefunden hatten, und die entstandenen Ergebnisse zu präsentieren und mit der Öffentlichkeit zu diskutieren.

Die Kolleginnen und Kollegen des Instituts für Raumbezogene Informations- und Messtechnik (i3Mainz) der Hochschule Mainz konnten ein präzise georeferenzierte Daten liefern, die essentiell für die Lokalisierung der Keramikscherben im Boden waren.

Die Spezialisten des Ludwig Boltzmann Instituts für geophysikalische Prospektion und virtuelle Archäologie (LBI ArchPro), Wien, untersuchten eine 40 Hektar große Fläche mit zwei motorisierten Bodenradaren – einer nicht-ivasiven, schnellen Vermessungsmethode.

Gleichzeitig kartierten und untersuchten die Forscher des Istituto Superiore per la Protezione e la Ricerca Ambientale, Rom, das Gelände und entnahmen Proben für weitere Analysen.

Durch Feldbegehungen konnten die Forschungsteams des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz und der Johannes Gutenberg Universität Mainz mehr als 3600 Fragmente in einem Gebiet von fast 4 Hektar lokalisieren. Zudem dokumentierten Sie mehr als 1300 Funde durch Fotografien, detaillierte Objektbeschreibungen und Zeichnungen der Haupttypen. Dank dieser Forschungsstrategie wurde es nicht nur möglich, einen sehr engmaschigen chronologischen Rahmen der Funde zu anzulegen, sondern auch eine sehr präzise räumliche Analyse der Scherben-Typologie vorzulegen – und folglich die Funktion der archäologischen Kontexte woher die Fragmente stammen anzunehmen.

Im Winter 2015 werden die Ergebnisse der verschiedenen Forschungsgruppen zusammengeführt, um sich ein präziseres Bild für die noch nicht freigelegten Siedlungsüberreste zu machen.

Präsentation

Bisenzio.
Ricerca multi-disciplinare su un importante centro etrusco.
Feldforschungen 2015
Donnerstag, 24. September 2015, 17:30 Uhr
Museo della Navigazione nelle Acque Interne, Capodimonte (VT)
→ Programm (PDF)