Neues aus der Forschung 

Die Inventarbücher des Römisch-Germanischen Zentralmuseums sind ab sofort online zugänglich

Transparenz durch unmittelbaren Einblick in die Museumsarbeit des Römisch-Germanischen Zentralmuseums (RGZM) erhält die interessierte Öffentlichkeit über eine Datenbank auf der eigenen Webseite des Leibniz-Forschungsinstituts für Archäologie. Nach mehr als einem Jahr Vorbereitung ist der Onlinezugang zu den seit Mitte des 19. Jahrhunderts geführten und nahezu vollständig erhaltenen Inventarbüchern gesichert.

In zwei Kategorien gegliedert bilden die Inventarbücher des RGZM die Basis für die museale Arbeit des seit 1852 existierenden Forschungsinstituts: Zur Verfügung stehen sowohl die Inventarbücher der Originale, als auch der im Museumsbesitz befindlichen Kopien zum „online-durchblättern“. „Unsere Forschungsergebnisse in die Öffentlichkeit zu tragen, ist nicht nur ein wichtiger Teil unserer Arbeit, sondern ein strategischer Schritt, um die Archäologie und die Bedeutung unseres kulturellen Erbes allen Menschen, egal welchen Alters und welcher Herkunft zugänglich zu machen. Hierzu gehört auch die Maßnahme, unsere Publikationen aus dem hauseigenen Verlag über Open Access zur Verfügung zu stellen. In den kommenden Jahren werden wir auf verschiedensten Ebenen diese Strategie weiterverfolgen“, so die Direktorin für Sammlungen Dr. Alexandra Busch.

Zum gegenwärtigen Stand verzeichnen die Inventarbücher Informationen rund 85.000 Kopien und Originale und geben den unmittelbaren Einblick in die mehr als 160-jährige Arbeit des RGZM und seiner Sammlungsstrategie. Diese richtete sich seit Beginn auf eine umfassende Dokumentation antiker Funde der Alten Welt aus. Neben Beschreibungen der Objekte und ihrer Herkunft enthalten die Inventarbücher Angaben zu eigens angefertigten Fotografien sowie oftmals detaillierte Zeichnungen oder Aquarelle der Sammlungsobjekte. „Dass unser Institut seit Mitte des 19. Jahrhunderts die Objekte akribisch und nahezu lückenlos dokumentiert hat und wir das gesamte Inventar online zugänglich machen, stellt eine Besonderheit in der Museumslandschaft dar“, so Dr. Ute Klatt, Leiterin des RGZM-Bildarchivs, und ergänzt, „dies ist alles andere als selbstverständlich, werden die kostbaren alten Bände mit Handzeichnungen und Aquarellen, die zum Teil sogar mit Goldauflagen verziert sind, doch üblicherweise aus konservatorischen Gründen im dunklen Tresor gelagert.“