Die Inventarbücher des RGZM

Ludwig Lindenschmit der Ältere rief Mitte des 19. Jahrhunderts ein seinerzeit einzigartiges Museum ins Leben.
Er sah die Notwendigkeit vergleichender wissenschaftlicher Studien und wollte zu diesem Zweck Kopien der wichtigsten archäologischen Funde an einem Ort zusammentragen und seinen Fachkollegen zur Verfügung stellen. So entstand das Römisch-Germanische Zentralmuseum als - in erster Linie - Sammlung von Kopien, denen sich natürlich schon bald originale Fundstücke hinzugesellten.

Dieser Besonderheit des Hauses tragen auch die Inventarbücher Rechnung. Sie verzeichnen in zwei Linien - getrennt nach Kopien und Originalen - die Zuwächse des Museums.

  • Die Inventarbücher der museumseigenen Kopien sind vollständig erhalten und können hier bis zum Band 43 eingesehen werden, der im Jahr 1995 begonnen wurde und mit der Inventarnummer 42588 schließt.
  • Die Inventarbücher der Originale sind durch die Kriegsjahre allerdings in Mitleidenschaft gezogen worden, so dass die ersten drei Bände weitestgehend verloren und nur noch in wenigen Blättern vorhanden sind. Die sich anschließenden Konvolute liegen bis zum Band 34 digital vor und umfassen bis zur Inventarnummer O.42559 den gesamten Bestand originaler Objekte des Römisch-Germanischen Zentralmuseums.
  • Die Inventarbücher geben unmittelbar Einblick in die Arbeit des Museums und seine Sammlungsstrategie, die von Anfang an auf eine umfassende Schau antiker Funde der Alten Welt ausgerichtet war. Sie enthalten neben den Beschreibungen der Objekte und ihrer Herkunft auch Angaben zu eigens angefertigten Fotografien sowie oftmals detaillierte Zeichnungen oder kunstvolle Aquarelle der Sammlungsobjekte.

Um einen Eindruck von den Beständen des Museums zu erhalten, können Sie die Inventarbücher digital "durchblättern" oder auch gezielt nach bestimmten Bänden oder Seiten suchen, wozu entsprechende Funktionen und eine Suchmaske zur Verfügung stehen.