Barbarische Funde der Völkerwanderungszeit im Oströmischen Reich

Das Projekt beschäftigt sich mit dem Leben in der Völkerwanderungszeit an der mittleren und unteren Donau entlang der Nordgrenze des Oströmischen Reiches. Seit dieser Zeit sind unterschiedliche barbarische Gruppen in den spätrömischen Befestigungen der Provinzen Moesia Superior, Dacia Ripensis, Moesia Inferior und Scythia archäologisch nachweisbar. Deren Herkunftsgebiete gilt es in einem ersten Schritt zu analysieren, um fremde Traditionen im Bestattungsbrauch und in der Kleidung zu differenzieren. Für den Grenzabschnitt der Moesia Superior zeichnen sich schon jetzt deutliche Beziehungen zum mittleren Theissgebiet, dem gepidischen Siedlungsraum, ab. Anhand der über mehrere Generationen genutzten Gräberfelder von Belgrad Singidunum und Stari Kostolac Viminacium sollen die wechselseitigen Anpassungsprozesse zwischen Einheimischen und Zuwanderern herausgearbeitet werden.