Siegelring aus dem Grab des fränkischen Königs Childerich I. aus dem dritten Viertel 5. Jh. n. Chr. (Foto: RGZM / V. Iserhardt).

 

Das Grab des fränkischen Königs Childerich I.

(abgeschlossen)

Zu den Schlüsselfunden der frühgeschichtlichen Archäologie zählt zweifellos das Grab des salfränkischen Königs Childerich aus dem Geschlecht der Merowinger. In den zahlreichen Publikationen zu diesem Grab spiegelt sich exemplarisch die Forschungsgeschichte zur Archäologie der Merowingerzeit wider. Wurde zunächst die „barbarische Komponente“ betont, so steht jetzt der in römischen Diensten stehende, verbündete Herrscher im Vordergrund.

Das Grab wurde bereits 1653 entdeckt und bereits zwei Jahre später von Chiflet publiziert. Da ein Großteil der Funde einem Einbruch zum Opfer fiel, ist diese Erstpublikation von großer Bedeutung, doch ist sie aufgrund ihres Alters kaum zugänglich. Im Rahmen des Projektes wird sie neu ediert, in Übersetzung vorgelegt, mit philologischen, archäologischen, historischen, buch- und forschungsgeschichtlichen Kommentaren versehen.