Blick in die Werkstätten des RGZM im Zwischengeschoss des Schlosses Ende des 19.Jahrhunderts; Foto: RGZM.

 

Die Geschichte der Restaurierungswerkstatt am Römisch-Germanischen Zentralmuseum

Die systematische Aufarbeitung der Geschichte der Restaurierungswerkstätten ist als Teilprojekt der Geschichte des RGZM angelegt und befindet sich noch im Planungsstadium. Der Fokus soll dabei unter anderem auf der Frage liegen, welche Wechselbeziehungen zwischen der Forschungs- und Sammlungsgeschichte des Hauses und der Entwicklung der Werkstätten bestehen und welche Personen und Intentionen maßgeblich zu einem Konzept breit aufgestellter materialspezifisch ausgerichteter Werkstätten in Verbindung mit Radiographie und Laboren für materialwissenschaftliche Untersuchungen geführt haben, das Anfang der 60er Jahre mit dem Neubau am Ernst- Ludwig Platz umgesetzt werden konnte.

Bestandteil dieses für damalige Verhältnisse richtungsweisenden Konzeptes war auch die Etablierung der ersten geregelten Restauratorenausbildung im Bereich Altertumskunde im Auftrag des Deutschen Museumsbundes. Dies wiederum war der Auslöser einer kontinuierlichen Entwicklung fachbereichsspezifischer Ausbildungsgänge und des Berufsbilds Restaurierung insgesamt als wissenschaftliche Disziplin. In diesem Zusammenhang soll auch untersucht werden, ob sich aus dieser Professionalisierung der Restaurierung Veränderungen in der Herangehensweise an das Original ergeben haben und welchen Einfluss diese wiederum auf die archäologische Forschung hatten.

Daran knüpft sich die Untersuchung zur Entwicklung der in den Werkstätten angewendeten Methoden - hier ergeben sich Berührungspunkte  zum Forschungsprojekt „Eisen als Informationsträger. Methoden der Konservierung und  Restaurierung und ihr Einfluss auf die archäologische Forschung“ im Rahmen der Dissertation von Sandra Kaiser.