Die perforierten Hirschschädel vom Fundplatz Bedburg-Königshoven

Von einigen mittelsteinzeitlichen Fundstellen gibt es besondere Fundstücke: seitlich perforierte Hirschschädel, die als Kopfbedeckung gedeutet werden. Womöglich gehören sie zu den ganz seltenen direkten Hinweisen auf Religion, kultische Handlungen und Jenseitsvorstellungen aus der Alt- und Mittelsteinzeit. Im Mittelpunkt der Forschungen, die im Rahmen einer Masterarbeit an der JGU durchgeführt werden, stehen die beiden Hirschgeweihkappen aus Bedburg-Königshoven. Der Fundplatz wurde in den 80er Jahren durch MONREPOS ausgegraben und erforscht.

Ziel ist es, über hochauflösende mikrotopographische Gebrauchsspurenanalysen die Herstellungsweise der perforierten Hirschschädel, ihr Aussehen und ihre Funktion zu entschlüsseln. Damit können sie Aufschluss über die Entwicklung von Regelwerken zu Beginn unserer heutigen Warmzeit liefern.


Kooperationspartner

Publikationen

  • M. Street, Jäger und Schamanen. Zur Ausstellung über die Ausgrabungen in Bedburg-Königshoven. Das Rheinische Landesmuseum Bonn 5, 1989, 70-73.