Fragmente von Rohglas aus Caričin Grad / Iustiniana Prima (Foto: Arch. Institut Belgrad).

Stängelglas frühbyzantinischer Zeit aus Syrien (O.38894). (Foto:RGZM / V. Iserhardt)

Blick über die Akropolis mit den Resten der bischöflichen Basilika in Caričin Grad / Iustiniana Prima (Foto: RGZM / J. Drauschke)

Gesamtplan der Anlage von Caričin Grad / Iustiniana Prima, Stand 2009. (Grafik: Arch. Institut Belgrad)

 

Produktion und Distribution von Glas in frühbyzantinischer Zeit - Analyse der Glasfunde aus Caričin Grad/Iustiniana Prima (Serbien)

Bei dem in Südserbien gelegenen Fundplatz von Caričin Grad handelt es sich höchstwahrscheinlich um die von Justinian I. (527–565) gegründete frühbyzantinische Stadt Iustiniana Prima. In Kooperation mit dem Archäologischen Institut Belgrad, das dort seit einigen Jahren zusammen mit der École Française de Rome Ausgrabungen durchführt, werden über 300 Glasproben mithilfe der Röntgenfluoreszenz-Anlage im Römisch-Germanischen Zentralmuseum analysiert.

Die Resultate geben Auskunft über die chemische Zusammensetzung der Gläser und lassen auf Art und Umfang der lokalen Glasverarbeitung sowie auf die Rohglasquellen und die angewendeten Glasrezepturen schließen, womit innerhalb des Glasmacherhandwerks unterschiedliche Kenntnisse um Glasproduktion beschrieben werden können.

Im Zuge der Projektarbeit ist eine Materialaufnahme in Caričin Grad und im Archäologischen Institut in Belgrad durchgeführt worden. Außerdem konnte eine Serie von Untersuchungen an einer kleinen Stichprobe von Glasfunden durchgeführt werden. Nachdem die restlichen Glasproben nun in Mainz eingetroffen waren, wurde 2007 die Reihe der Analysen fortgesetzt, typologische Einordnung und Auswertung der Ergebnisse schlossen sich an.