Ein Blick auf den Mount Casius (Berg Aqraa) an der syrisch-türkischen Grenze. (Foto: Wikimedia Commons / Musa Dagh)

 

Vorchristliche Wurzeln und Christianisierung vorchristlicher Heiligtümer

Das Ziel des Teilprojektes ist es vor allem, anhand der neueren archäologischen Untersuchungen eine Kontinuität zwischen den paganen und christlichen Pilgerstätten darzulegen (oder zu zeigen, dass diese nicht nachgewiesen werden kann).

Das Teilprojekt hat zum Ziel, die (früh)byzantinischen Pilgerstätten im Ostmittelmeerraum als Erben einer langen Tradition der altorientalischen, antiken und jüdischen Pilgerfahrt darzulegen – mit einem Zusammenhang zu der späteren (früh)islamischen Pilgerfahrt. Es werden gemeinsame Bezüge (aber auch Unterschiede) zwischen der Pilgerfahrt in diesen unterschiedlichen Kulturen und Zeiten hervorgehoben. Das Hauptgewicht der Untersuchung liegt im 4. Jh. n. Chr., in der Zeit des Umbruchs, wobei dargelegt werden soll, wie es zu der Umwandlung einer paganen Pilgerstätte in eine christliche gekommen ist. Hier werden z.B. Fragen nach einer Änderung der Mentalität in dieser Zeit gestellt. Die ganze Problematik hängt eng mit der Umwandlung der paganen Heiligtümer in christliche Orte - ein Thema, das in den letzten Jahren sowohl allgemein, als auch an konkreten Orten gründlich erforscht wurde.

Topographisch soll das Hauptgewicht in der breiteren Umgebung von Antiocheia liegen: Mons Casius (siehe Abb.), Mons Admirabilis, Black Mountain, Sheikh Baraket etc.

 

Hinweis 

Zu diesem Projekt befindet sich eine Publikation unter dem Titel "Pilgerfahrt im spätantiken Nahen Osten. Paganes, christliches, jüdisches und islamisches Pilgerwesen. Fragen der Kontinuitäten." in Druckvorbereitung. Diese wird voraussichtlich Ende 2017 als 7. Band der Publikationsreihe des Leibniz-WissenschaftsCampus Mainz: Byzanz zwischen Orient und Okzident erscheinen.