Forschungsinfrastruktur:

Arbeitsbereich »Archäometrielabor«

Das Archäometrielabor hält die analytische Hardware vor, welche das Rückgrat der materialwissenschaftlich-technologischen Forschungen am RGZM bildet. Hier widmen sich die MitarbeiterInnen der Untersuchung vornehmlich mineralischer und metallischer Fundobjekte aus dem Blickwinkel der werkstoffwissenschaftlich orientierten Naturwissenschaften.

Personell besteht eine enge Verzahnung mit dem Kompetenzbereich »Naturwissenschaftliche Archäologie«, wo die wissenschaftliche Auswertung der im Labor erhobenen Daten erfolgt und das Fachwissen der MitarbeiterInnen zu Werk- und Rohstoffen, Prozessen und Technologien im archäologischen Kontext angewandt wird.

Analytischen Serviceleistungen des Labors – häufig geht es dabei um Fragen der Materialidentifizierung – werden von vielen anderen Infrastruktur-Arbeitsbereichen sowie den Kompetenzbereichen und Forschungsfeldern des RGZM intensiv genutzt. Das Labor unterstützt Restauratorinnen und Restauratoren in der fachgerechten Ausführung ihrer Arbeit und liefert sowohl für die Experimentelle Archäologie als auch die antiquarisch-archäologische Objektbestimmung wichtige Materialparameter.
Die Leistungen des Labors stehen auf Anfrage auch Forschungsgästen des Hauses und externen Partnern zur Verfügung.

Materialspezialisierung

Das Archäometrielabor des RGZM ist spezialisiert auf die Analytik an

  • Gläsern und Emails
  • Edelsteinen (insbesondere Granat)
  • Metallobjekten (Edelmetall und Buntmetallen)
  • Pigmenten

Zu diesen Materialgruppen besteht ein reicher Bestand an Referenzdaten und Vergleichsproben.

Analytische Ausstattung

  • Mikro-Röntgenfluoreszenzanlage (stationär)

               ... für die minimalinvasive quantitative chemische Analyse kleiner Punkte auch an großen Objekten

  • Portables Röntgenfluoreszenzgerät

               ... für die semiquantitative und quantitative Analytik vor Ort bei externen Partnern

Weitere Untersuchungsverfahren stehen im Rahmen einer festen Kooperation am Institut für Geowissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität (JGU) Mainz zur Verfügung. Thematisch wie technisch ergänzen sich beide Kooperationspartner. An der JGU sind zum Beispiel vorhanden:

  • Raman-, Infrarotspektroskopie und Röntgendiffraktometrie für die Phasenanalyse
  • Elektronenmikroskop und Elektronenstrahlmikrosonde
  • ICP-Massenspektrometer für Spurenelementanalytik
  • Röntgenfluoreszenz für Pauschalanalysen

Die Kooperation erfolgt unter dem Dach des »Konrad-Weidemann-Zentrums für Archäologische Naturwissenschaften (KWZ)« und beinhaltet die gemeinsame Nutzung von Geräten, die kooperative Forschung sowie institutionsübergreifende Lehrveranstaltungen und Abschlussarbeiten.

 

Je nach Verfügbarkeit bieten wir für Studierende Praktika im Labor an. Auch Interessenten für archäometrisch ausgerichtete Bachelor- und Masterarbeiten können sich gerne an uns wenden.

Weiterführende Links: