Blick über den Zeustempel zu Olympia, Foto: H. Batinger/ RGZM.

Olympische Forschungen Bände; Foto: R. Graells.

Waffen auf Olympia: Korintischer Helm mit Inschrift von Hieron, iberische Beinschien, illyrischer Helm und thrakische Mitra; Fotos: DAI-Athen, X. Arapojanni; R. Graells. - Design: R. Graells.

Blick über Olympia auf den Alpheios vom Kronoshügel; Foto: R. Graells.

 

Olympia – Diachrone Entwicklung der Votivgaben vom 10. bis 5. Jahrhundert v. Chr.

Das Kooperationsprojekt zwischen dem RGZM und der Abteilung Athen des Deutschen Archäologischen Instituts hat das Ziel, die diachrone Entwicklung der Votivgaben im panhellenischen Zeus-Heiligtum von Olympia von protogeometrischer bis in klassische Zeit (10.-5. Jh. v. Chr.) umfassend unter konsequenter Nutzung archäologisch-kulturwissenschaftlicher und statistischer Methoden zu untersuchen. Gefördert wird das Projekt durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG).

Auf diese Weise soll erstmals ein auf dem gesamten verfügbaren Quellenbestand basierender Überblick über die Geschichte der Weihepraktiken in Olympia erarbeitet werden; dies erlaubt Aussagen über die Herkunft und die Intentionen der Stifter, die Präsentation der Weihgaben und die Entwicklung der Votive und Kulte in diachroner Perspektive sowie die Aktivitäten im Heiligtum und die dort verehrten Gottheiten.

In Olympia wurde eine riesige Menge an Votivgaben ausgegraben, die auf der Grundlage von Publikationen und unveröffentlichten Unterlagen möglichst umfassend ausgewertet werden sollen. Die breite und sorgfältig aufbereitete Quellenbasis erlaubt es, einen substantiellen Beitrag zur Geschichte Olympias in der ersten Hälfte des 1. Jahrtausends v. Chr. zu liefern. Maßgeblich unterstützt wird das Projekt von der Wissenschaftlichen IT des RGZM. In Zusammenarbeit mit dem IT-Referat des Deutschen Archäologischen Instituts wird die Datenbank der deutschen Olympiagrabung in den nächsten Jahren weiter ausgebaut und auf statistische Auswertungstools zurückgegriffen.


Das Forschungsvorhaben beschäftigt sich insbesondere mit drei Kernfragen:

1. Welche Entwicklung nimmt das Heiligtum von Olympia zwischen dem 10. und 5. Jahrhundert v. Chr. im Spiegel seiner Votivgaben und welche historisch-sozialen Veränderungen lassen sich dadurch erfassen?

2. Aus welchen Regionen gelangten Votivgaben nach Olympia und welche Aussagen lassen sich daraus über die Stifter gewinnen? Wie veränderten sich das Einzugsgebiet des Heiligtums und das Votivspektrum im Laufe der Zeit?

3. Der Transit von lokalen Kulten zu neuen Kulten: der Ausbau des Heiligtums.

 

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