• Porträt des byzantinischen Kaisers Justinian I. (um 482-565 n. Chr.) auf einem Mosaik in der Kirche San Vitale in Ravenna (Italien); um 537/547 n. Chr.; Foto: RGZM.

Chronologischer Kompetenzbereich:

Frühgeschichte und Byzanz

Der Kompetenzbereich »Frühgeschichte und Byzanz« knüpft an den Kompetenzbereich »Römische Archäologie« an und führt ihn in zeitlicher Perspektive fort. Im Mittelpunkt steht die Periode der Spätantike und Völkerwanderungszeit (4. Jh.) bis zum Untergang des Byzantinischen Reiches im Jahr 1453. Geographisch richtet sich der Blick vor allem auf Europa sowie die benachbarten Regionen Nordafrikas und Vorderasiens. Die Forschungen erstrecken sich auf kultur-, sozial-, wirtschafts- sowie siedlungsgeschichtliche Fragen. Expertise besteht insbesondere in der Archäologie der Völkerwanderungs- bis Karolingerzeit, der Archäologie des Mittelalters sowie bezüglich der materiellen Hinterlassenschaften der Steppenvölker. Durch die früheren RGZM-Forschungsschwerpunkte »Transformationen und Kulturaustausch am Rande der mediterranen Welt« (bis 2008) und  »Werkstätten und Handel in Byzanz« (bis 2014) sowie mit der Unversitätskooperation (JGU) »Byzantinische Archäologie Mainz« (2006-2011) und dem Drittmittelprojekt (SAW) »Für Seelenheil und Lebensglück« (2013-2016) wurde in den letzten Jahren ein Schlaglicht im Bereich der Byzantinischen Archäologie gesetzt, das mittelfristig weiter ausgebaut werden wird.

Der Kompetenzbereich »Frühgeschichte und Byzanz« engagiert sich zudem in besonderem Maße am Leibniz-WissenschaftsCampus Mainz: Byzanz zwischen Orient und Okzident, der im Jahr 2011 als Forschungskooperation zwischen dem RGZM und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) gegründet wurde.

Grundlagenprojekte
& explorative Forschungen

Erschließung von Sammlungsbeständen

  • Spätantike und Byzanz: Bestandskatalog des Badischen Landesmuseums in Karlsruhe

Erstellung von Überblickwerken

  • Byzanz: Historisch-kulturwissenschaftliches Handbuch

Forschungsfelder

Die WissenschaftlerInnen des Kompetenzbereichs sind in die Forschungsfelder 2–6 eingebunden.

  • FF 2 Gesellschaftliche Wandlungsprozesse und Dynamiken
  • FF 3 Kulturelle und soziale Praktiken
  • FF 4 Kulturkontakte
  • FF 5 Wirtschaft und Technik
  • FF 6 Relikte der Vergangenheit im Heute