MONREPOS Archäologisches Forschungszentrum und Museum für Menschliche Verhaltensevolution (Foto: Marie Sjövold, Norwegen, Fotokünstlerin).
MONREPOS Archäologisches Forschungszentrum und Museum für Menschliche Verhaltensevolution (Foto: Marie Sjövold, Norwegen, Fotokünstlerin).

Chronologischer Kompetenzbereich:

Pleistozäne und Frühholozäne Archäologie

Der Kompetenzbereich »Pleistozäne und Frühholozäne Archäologie« ist an dem zum RGZM gehörenden »Archäologischen Forschungszentrum und Museum für menschliche Verhaltensevolution MONREPOS« bei Neuwied angesiedelt; er ist durch Forschung und Lehre strukturell eng mit der »Vor- und Frühgeschichtlichen Archäologie« an der Johannes Gutenberg-Universität (JGU) Mainz verknüpft.

Die Forschungen des Kompetenzbereiches gelten dem Verstehen der „Menschwerdung“ als historischen Prozess und der diesem zugrunde liegenden evolutionären Entwicklungen. Seine Arbeit ist der Erforschung der längsten und prägendsten Epoche der Menschheitsgeschichte gewidmet: dem Paläolithikum und Mesolithikum, d.h. der Alt- und Mittelsteinzeit. Diese Zeit umfasst unsere jägerische Geschichte, die rund 2,5 Millionen Jahre umspannt, in der sich unsere typisch menschlichen Verhaltensweisen herausbilden. Die Entwicklung und Differenzierung menschlichen Verhaltens sind Gegenstand der Forschungen des Kompetenzbereichs. Er verknüpft damit Geistes- und Naturwissenschaften, bedient sich dazu aber eines weitestgehend naturwissenschaftlichen Methodenapparates.

Der Komplexität des Forschungsgegenstandes gerecht werdend führt der Kompetenzbereich unterschiedlichste am RGZM vertretene Expertisen (Artefaktanalytik, Archäozoologie, Taphonomie, Aktualistische und Experimentelle Archäologie, Klima- und Umweltarchäologie, Raumanalysen) zusammen. In Verbindungen mit den RGZM-eigenen Laboren und Sammlungen bilden diese das Rückgrat aller Forschungen im Kompetenzbereich »Pleistozäne und Frühholozäne Archäologie«.

Die MONREPOS angegliederte Ausstellung »MenschlICHes VERSTEHEN«  bildet dieForschungen ab, die der Kompetenzbereich im Forschungsfeld 1: Menschwerdung durchführt und präsentiert deren Ergebnisse  in einer auch für den interessierten Laien allgemein verständlichen Synthese.

Forschungsfelder

Die WissenschaftlerInnen des Kompetenzbereiches sind derzeit vor allem im Forschungsfeld 1 tätig.