• Das Labor für Experimentelle Archäologie (LEA) hat seinen Standort direkt neben dem Forschungsbereich Vulkanologie, Archäologie und Technikgeschichte und Terra Vulcania. (Foto: RGZM / B. Streubel)
  • Im Labor werden experimentelle Versuche durchgeführt, die helfen sollen, alte Handwerkstechniken zu verstehen. (Foto: RGZM / B. Streubel)
  • Im LEA-Gebäude befinden sich zwei Schlafräume, so dass kleinere Gruppen auch über mehrere Tage kostengünstig im Labor arbeiten können. (Foto: RGZM /B. Streubel)
  • Zentrale Einrichtungen im Labor 1, dem so genannten Feuerlabor, sind die beiden Schmiedeessen, an denen mit Holz- und Schmiedekohle gearbeitet werden kann. Darüber hinaus ist auch eine mobile Esse vorhanden. (Foto: RGZM / Benny Streubel)
  • Heizplatten mit Färbelösungen bei einem Experiment im Archäometrielabor. (Foto: LEA)
  • Ein Laborhund gehört nicht zur festen Belegschaft. Als Besucher fühlen sich Hunde bei uns jedoch sichtlich wohl. (Foto: RGZM / Benny Streubel)

Das Bauvorhaben

Am 26. November 2010 erfolgte der erste Spatenstich für den Bau des Labors für Experimentelle Archäologie (LEA) in Mayen, direkt neben dem bestehenden Forschungsbereich Vulkanologie, Archäologie und Technikgeschichte (VAT). 950.000 Euro für die Errichtung des Gebäudes stammen zu 80% aus Landesmitteln des Konjunkturprogrammes II. Der Landkreis Mayen-Koblenz und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft am Mittelrhein mbH tragen die restlichen 20%. Die Stadt Mayen stellte das Grundstück für einen symbolischen Kaufpreis zur Verfügung.

Nach Abschluss der Bauphase unter Federführung des Landkreises erfolgte im Verlauf des Jahres 2012 der Ein- und Aufbau der technischen Infrastruktur durch das RGZM. Im gleichen Jahr wurde auch der Probebetrieb aufgenommen. Im September 2012 erfolgte die offizielle Eröffnung des Labors für die breite Öffentlichkeit. Den Rahmen boten die Tage der offenen Türen in den Forschungseinrichtungen des RGZM und im Vulkanpark-Erlebnis-Zentrum Terra Vulcania am Mayener Grubenfeld.

Gebäude und Infrastruktur

Zu LEA gehören ein teilweise einstöckiges Haupthaus und ein Seminargebäude. Den Kern bilden zwei nebeneinander liegende Laborwerkstätten. Ihre technische Ausstattung soll auch anspruchsvolle Experimente zum Grobschmiedehandwerk, zur Keramikherstellung, zur Buntmetallurgie, zur Feinschmiedekunst oder zur Textilarchäologie ermöglichen. Die besondere Herausforderung bei der Planung bestand darin, einerseits eine angemessene Grundausstattung für absehbare Forschungsschwerpunkte sicherzustellen und andererseits ausreichende Flexibilität für die Durchführung von Sonderprojekten zu gewährleisten.

Ein kleines Archäometrielabor, in dem erste Analysen von Rohstoffen, Zwischenprodukten und Endergebnissen der Experimente gemacht werden können, befindet sich im Aufbau. Darüber hinaus wird in den nächsten Jahren auch die Dokumentationstechnik zur Datenerfassung weiter entwickelt.

Für Gastwissenschaftler/-innen und Student/-innen stehen im Obergeschoss des Hauptgebäudes zwei Schlafräume mit insgesamt zehn regulären Übernachtungsplätzen sowie sanitäre Einrichtungen zur Verfügung. Gegebenenfalls können weitere provisorische Schlafplätze eingerichtet werden.

Eröffnungsveranstaltung am 22./23. September 2012

Am vorletzten Septemberwochenende 2012 öffnete in Mayen, direkt neben dem Vulkanpark-Erlebniszentrum Terra Vulcania, das neue Labor für Experimentelle Archäologie (LEA) des Römisch-Germanischen Zentralmuseums seine Türen für Besucher.

An beiden Tagen erhielten Besucher vielfältige Möglichkeiten sich über die neue Einrichtung, neue Ergebnisse und Arbeitstechniken in der Archäologie und über alte Handwerkstechniken zu informieren. Ergänzt wurde das umfangreiche Programm mit geführten Wanderungen im Grubenfeld, Exkursionen zu den Fledermauskellern, einem Kinderprogramm und dem Tag der offenen Tür in Terra Vulcania.