Methodischer Kompetenzbereich:

Naturwissenschaftliche Archäologie

Der Kompetenzbereich Naturwissenschaftliche Archäologie bildet die wissenschaftliche Organisationseinheit der archäometrisch orientierten Forschenden innerhalb des RGZM. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Kompetenzbereichs tragen mit naturwissenschaftlich-technischen Methoden und ihrem materialspezifischen Fachwissen zur Erforschung und dem Erhalt archäologischer Objekte bei.
In diesem Kompetenzbereich erfolgt auch die wissenschaftliche Interpretation der im Infrastruktur-Arbeitsbereich »Archäometrielabor« erhobenen chemisch-physikalischen Daten. Die Ergebnisse speisen die kompetenzbereichseigenen Grundlagenforschungen wie auch die bereichsübergreifenden Projekte verschiedener Forschungsfelder des RGZM.

In enger Zusammenarbeit mit archäologisch-kulturwissenschaftlichen Fächern erschließen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kompetenzbereichs die in archäologischen Fundobjekten gespeicherten Informationen zu Rohstoffen, Materialzusammensetzung sowie Herstellungs- und Korrosionsprozessen. Dadurch eröffnen sich neue Perspektiven auf archäologische Fundmaterialien, die die typologisch-stilistische Primärinformation ergänzen. Auf diese Weise werden – im Sinne der „RGZM-Archäologie“ – Spuren menschlicher Handlungsprozesse und ihrer Entscheidungsgrundlagen ausgelesen und interpretiert.

Die Bildung eines eigenständigen Kompetenzbereichs »Naturwissenschaftliche Archäologie« erfolgte 2015 im Zuge der Umstrukturierung der Arbeitsbereiche mit dem Ziel, die im RGZM vorhandene wissenschaftliche Expertise auf dem Gebiet der Materialwissenschaften und Technologiegeschichte deutlicher hervorzuheben.

Der Kompetenzbereich Naturwissenschaftliche Archäologie betreibt Grundlagenforschungen zu ausgewählten Materialgruppen aus den Sammlungsbeständen des RGZM sowie anderer Einrichtungen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen damit innerhalb der „RGZM-Archäologie“ zur Erweiterung der Wissensbasis insbesondere in Bezug auf Glas, Granat, Goldschmiede- und anderen Metallobjekten bei.

Die hier untersuchten Fallstudien schaffen die Basis für die unter dem Dach der Forschungsfelder „Kulturkontakte“ und „Wissenschaft und Technik“ in diachroner und überregionaler Perspektive betriebene Forschung. Außerdem werden in den Forschungsfeldern die langfristige Entwicklung und die Auswirkung von Techniken und Prozessen beleuchtet.

Als Teil des Konrad-Weidemann-Zentrums für Archäologische Naturwissenschaften bildet der Kompetenzbereich die Schnittstelle zu Partnerlaboren am Institut für Geowissenschaften und dem Geographischen Institut der Johannes Gutenberg-Universität (JGU). Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen auch substantiell zum Lehrangebot der Bachelorstudiengänge „Archäologische Restaurierung“ und „Archäologie“ des Instituts für Altertumskunde bei und betreuen zudem Abschlussarbeiten der beiden Geoinstitute an der JGU.

 

Grundlagenprojekte
& explorative Forschungen

Erschließung von Materialgruppen

  • Glas des ersten Jahrtausends
  • Provenienzstudien roter Granate

 Forschungsfelder

Der Kompetenzbereich »Naturwissenschaftliche Archäologie« ist als Partner grundsätzlich in allen Forschungsfeldern beteiligt. Die WissenschaftlerInnen des Kompetenzbereiches sind derzeit vor allem in das Forschungsfeld 5 eingebunden.

 

Weiterführende Links: