• Plakat zur Intervention »Codes der Macht. Mit 16 auf den Thron«.

Reattraktivierung (Dauer-)Ausstellungen

Die Dauerausstellung des RGZM im Kurfürstlichen Schloss bestand ursprünglich aus den drei Abteilungen Vorgeschichte, Römerzeit und Frühmittelalter. Sie gaben aus den Sammlungen des RGZM heraus im Sinne einer Studiensammlung einen Überblick über die Kulturgeschichte von der Jungsteinzeit bis ins Mittelalter. Vom alten Ägypten bis ins wikingerzeitliche Skandinavien, von Vorderasien bis nach Spanien reichten die betrachteten Räume. Heute sind hier noch die bereits in den 1970er Jahren eingerichtete Abteilung zur Römerzeit und die im Jahr 2000 eröffnete Ausstellung zum Frühmittelalter zu sehen.

Die Räume der „alten“ Ausstellungen bieten uns bis zum Umzug des RGZM in den Neubau des Museums den Rahmen für Experimente. Mit “Interventionen“ erproben wir Ideen für die neue Dauerausstellung und zeigen unserem Publikum zugleich, wie das RGZM seine Forschung und Vermittlung in Zukunft ausrichtet: Mit dem weit in die Vergangenheit zurückreichenden Blick der Archäologie wollen wir ein tief gehendes Verständnis für Regelwerke und Wertesysteme des menschlichen Zusammenlebens schaffen. In ihrer Begegnung mit der Vergangenheit sollen die Besucherinnen und Besucher Erfahrungen gewinnen, die ihr Leben im Hier und Jetzt bereichern.

Die erste Intervention „Codes der Macht. Mit 16 auf den Thron“ bietet daher ganz neue Perspektiven auf einen altbekannten Fund – auf das Grab des Frankenkönigs Childerich I. († 481/82). Wie Machtwechsel, Machterhalt, Machtdemonstration und -legitimation  funktionieren, ist das Thema dieser Ausstellung (www.codes-der-macht.de).

Eine zweite Intervention wird im Themen- und Sammlungsfeld „Medizin“ die Veränderlichkeit der Kategorien „Krankheit“ und „Gesundheit“ untersuchen und der Frage nachgehen, wie diese sich auf soziale Ordnungen auswirken.