Eröffnung 

Anhand einer Krananlage wird in der neuen Erlebniswelt der antike Baustellenbetrieb erläutert (Foto: Vulkanpark GmbH).

Hauptattraktion ist der Nachbau einer byzantinische Steinsäge (Ephesos) (Foto: Vulkanpark GmbH).

Mit einer Handmühle können Jung und Alt nachenmpfinden, wie anstrengend das Getreidemahlen von Hand war (Foto: Vulkanpark GmbH).

Das Römerbergwerk Meurin bei Kretz gehört zum größten römischen Untertage-Tuffsteinabbaugebiet nördlich der Alpen und ist das archäologische Highlight im Vulkanpark (Foto: Vulkanpark GmbH).


 

 


Die Antike Technikwelt am Römerbergwerk Meurin

Am Freitag, dem 8. Mai 2015 wird die Antike Technikwelt am Römerbergwerk Meurin in einem ersten Abschnitt offiziell eröffnet. »Vom Steinbruch zum Palast« – unter diesem Motto wird der Besucher in die Welt des römischen und mittelalterlichen Bauwesens entführt und dies in einer Region, die noch heute von der Baustoffindustrie lebt.

Was ist das Besondere an dem Projekt?

Das originale Römerbergwerk Meurin ist das einzige Bergwerk der Antike, in dem wir die Wurzeln der Bausteinindustrie in Deutschland und Mitteleuropa fassen. In einem weitläufigen Stollensystem wurde hier im großen Stil Tuffstein gebrochen. Schon vor 2000 Jahren entwickelte sich dieser „antike Leichtbaustein“ zu einem regelrechten Exportschlager. Er wurde fortan auf zahllosen römischen und mittelalterlichen Großbaustellen in Deutschland, Frankreich, Belgien, Holland und Dänemark verbaut. Das Römerbergwerk ist Teil des Vulkanparks Osteifel, einem weitläufigen Landschaftspark mit zahlreichen Natur- und Kulturdenkmälern sowie Infozentren. Es erhielt wegen seiner historischen Bedeutung und didaktischen Präsentation gleich zweimal – 2003 und 2010 – den renommierten Europa Nostra Award.

Antikes Handwerk erleben

In der Antiken Technikwelt kann der Besucher Archäologie, Technik und Experiment an zehn Stationen und Werkstätten hautnah erleben. Dazu gehören eine Baustelle aus der Zeit Kaiser Augustus’, eine Werkstatt für die römische Säulenproduktion und eine byzantinische Marmorsägemaschine. Durch die funktionsfähigen Nachbauten von großen Baumaschinen im Maßstab 1:1 ist es möglich, aktuelle Forschung in archäologischen Experimenten unmittelbar vor den Augen des Publikums durchzuführen. Durch das Ausstellungskonzept »Vom Steinbruch zum Palast« sind Technikwelt und Bergwerk unmittelbar miteinander verbunden.

Es ist ein besonderer Glücksfall, dass man die Antike Technikwelt um ein solches archäologisches Original aufbauen konnte. Dies umso mehr, da sich Römerbergwerk und Technikwelt inmitten eines aktiven Tuffsteinbetriebes befinden. Seit mehr als 150 Jahren bauen die Trasswerke Meurin hier Tuffstein ab. Zudem ist das Projekt ein gutes Beispiel dafür, wie Wissenschaft gemeinsam mit Politik, Wirtschaft und Schulen für die Vermittlung von Archäologie in der Öffentlichkeit wirken kann.

Archäologische Forschung und Vermittlung

Der Landkreis Mayen-Koblenz und das Römisch-Germanische Zentralmuseum (RGZM) sind zu gleichen Teilen Gesellschafter der Vulkanpark GmbH. Durch diesen Zusammenschluss einer Gebietskörperschaft mit einem Forschungsmuseum der Leibniz-Gemeinschaft wurde eine effiziente und innovative Struktur für den Vulkanpark im Landkreis Mayen-Koblenz geschaffen.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den Kompetenzbereichen Vulkanologie, Archäologie und Technikgeschichte (VAT) und Experimentelle Archäologie des RGZM erarbeiten die wissenschaftlichen Grundlagen und Vermittlungskonzepte im Vulkanpark. So fließen aktuelle Forschungsergebnisse unmittelbar in die Vermittlung vor Ort ein. Das Römerbergwerk Meurin war von Anfang an eines der wichtigsten Forschungsprojekte des VAT.

Dem Festakt am 8. Mai schließt sich ein Familienwochenende (9. und 10. Mai) mit zahlreichen Aktionen und Specials an.

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