Pressemitteilung | 18. September 2015 

Generaldirektor des RGZM Falko Daim, Ministerin Doris Ahnen, Ministerin Vera Reiß und Oberbürgermeister Michael Ebling (v.l.n.r.) beim Spatenstich für das Archäologische Zentrum Mainz (Foto: RGZM / S. Steidl).

Cornu-Bläser Hagen Pätzold, Generaldirektor des RGZM Falko Daim, Ministerin Doris Ahnen, Ministerin Vera Reiß und Oberbürgermeister Michael Ebling (v.l.n.r.) beim Spatenstich für das Archäologische Zentrum Mainz (Foto: RGZM / S. Steidl).

Visualisierung des Archäologischen Zentrums Mainz: Platzgestaltung (Grafik: Bernhardt und Partner).

Visualisierung des Archäologischen Zentrums Mainz: Ansicht Neutorstraße (Grafik: Bernhardt und Partner).

Visualisierung des Archäologischen Zentrums Mainz: Ansicht Rheinallee (Grafik: Bernhardt und Partner).


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Archäologisches Zentrum Mainz: Spatenstich erfolgt

Mainz. Am 18. September erfolgte am Bauplatz neben dem Museum für Antike Schiffahrt der Spatenstich für das Archäologische Zentrum, welches neue Räumlichkeiten für das derzeit im Kurfürstlichen Schloss beheimatete Römisch-Germanische Zentralmuseum (RGZM) schafft. Durch den Neubau wird Mainz nicht nur als Standort exzellenter Forschung noch attraktiver, es erhält zudem einen weiteren Anziehungspunkt für alle geschichts-interessierten Bürgerinnen und Bürger sowie Besucherinnen und Besucher.

Das künftige Archäologische Zentrum entsteht am südlichen Ende der Mainzer Altstadt. In unmittelbarer Nähe befinden sich die Ruinen des römischen Theaters und des Drusussteins sowie das Museum für Antike Schiffahrt des RGZM, das nach Abschluss der Baumaßnahmen ebenfalls in das Archäologische Zentrum integriert sein wird. Der nun beginnende erste Bauabschnitt sieht einen Neubau für das RGZM vor, der viel Platz für die archäologische Forschung und das neu gestaltete Museum bietet. Das Gebäude wird eine Bruttogrundrissfläche von rund 14.500 Quadratmetern mit vier oberirdischen und einem unterirdischen Geschoss besitzen. Es hat entlang der Rheinstraße eine Fassadenlänge von circa 95 Metern und lässt auf der anderen Seite Raum für einen neu gebildeten Platz, der zum Verweilen einlädt.

Anlässlich des Spatenstichs zeigte sich die rheinland-pfälzische Finanzministerin Doris Ahnen begeistert: „Mit dem Neubau werden für das RGZM vor allem die Arbeitsbedingungen für eine hochwertige Forschung verbessert, aber auch künftige Besucherinnen und Besucher werden partizipieren. Neuartige Einblicke in die Forschung werden durch eine moderne Ausstellungskonzeption möglich“, so Ahnen. „Dem Gedanken eines offenen, bürgerfreundlichen Hauses wird die Orientierung der Architektur zum zentralen Platz hin gerecht. Dieser bildet zukünftig den Endpunkt der städtebaulichen Achse durch die Augustinergasse hin zum Leichhof und zum Dom.“

Vera Reiß, rheinland-pfälzische Wissenschaftsministerin, sieht im Bau des Archäologischen Zentrums eine wichtige Bereicherung der Archäologie: „Mit dem RGZM haben wir ein weltberühmtes Forschungsmuseum in Rheinland-Pfalz und damit einen international sichtbaren Platz auf der wissenschaftlichen Weltkarte der Archäologie.“ Durch den Neubau werden für das RGZM hervorragende Arbeitsbedingungen geschaffen. „Der Spatenstich heute ist ein Zeichen für den Aufbruch des RGZM und eines dafür, dass die Landesregierung diesen Aufbruch voll unterstützt“, so die Ministerin in ihrem Grußwort und weiter: „Man sagt das als Politikerin selten, aber bei einer Investition in die archäologische Spitzenforschung darf man es sagen: Der Neubau des RGZM ist eine bedeutende Investition in die Vergangenheit. Und mindestens ebenso selten, wie man diesen Satz sagt, verheißen solche Investitionen in die Vergangenheit eine so strahlende Zukunft wie beim Neubau des RGZM.“

Auch Michael Ebling, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Mainz, unterstreicht die Bedeutung des Bauprojektes: „Das Museum leistet einen wichtigen Beitrag zum Bewahren und Verstehen der Vergangenheit und diesen Beitrag wird das Archäologische Zentrum künftig noch öffentlichkeitswirksamer erbringen können.“

Derzeit ist das RGZM im Kurfürstlichen Schloss, der napoleonischen Steinhalle und dem Verwaltungsgebäude am Ernst-Ludwig-Platz untergebracht und platzt dort aus allen Nähten. Im Neubau werden die Werkstätten ausgebaut und auch technisch aufgerüstet, die international geschätzte Fachbibliothek wird weiter wachsen und wesentlich mehr Leser bedienen können. Vor allem aber entsteht dort ein Treffpunkt für die Bevölkerung, die auf rund 3000 Quadratmetern Ausstellungsfläche – dazu Vortragssaal, Shop und Bistro – sowie dem davor gelegenen Platz in den Dialog mit der Archäologie treten kann.

„Wir schaffen einen Wohlfühlort, an dem man mehr über den Menschen und seine Gesellschaft und damit über sich selbst erfährt“, sagte Professor Falko Daim, Generaldirektor des RGZM anlässlich der Veranstaltung. „Seit 2006 planen wir unser neues Haus, aber jetzt nimmt es sichtbar Gestalt an. Ein großer Tag für das RGZM, die Archäologie und den Wissenschaftsstandort Mainz.“

Zeitgleich zu den ersten Baumaßnahmen starten umfangreiche Grabungsarbeiten der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz. Die bis zu sechs Meter tiefe Baugrube wird schrittweise nach jeweiliger Freigabe der Archäologen ausgehoben.

Die Baumaßnahmen werden vom Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) betreut. Mit der Werks- und Ausführungsplanung ist das Architekturbüro „Bernhardt und Partner“ beauftragt. Die Tragwerksplanung erfolgt durch das Büro „Mathes beratende Ingenieure“ und das „Ingenieurbüro Dr. Schmidt-Bregas“.

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Pressemeldung der Stadt Mainz

Presseinformationen

Christina Nitzsche M.A. (Pressereferentin RGZM)
Tel.: +49 (0) 6131/9124-165  |  Mail: nitzsche(at)rgzm.de

Horst Wenner (Pressereferent Ministerium der Finanzen Rheinland-Pfalz)
Tel.: +49 (0) 6131 / 16 0  |  Mail: pressestelle(at)fm.rlp.de