Kreuz einer goldenen Halskette, um 600 n. Chr. (Foto: RGZM / V. Iserhardt)

Goldene Halskette aus einem Schatzfund, frühes 7. Jahrhundert n. Chr. (Foto: RGZM / V. Iserhardt)

Goldene Halskette aus einem Schatzfund, 6./7. Jahrhundert n. Chr. (Foto: RGZM / V. Iserhardt)

Goldener Kolbenarmring aus einem Schatzfund, 6./7. Jahrhundert n. Chr. (Foto: RGZM / V. Iserhardt)

Goldener Fingerring mit Gemme aus einem Schatzfund, 6./7. Jahrhundert n. Chr. (Foto: RGZM / V. Iserhardt)

 

Byzantinische Goldschmiedearbeiten im Römisch-Germanischen Zentralmuseum

Im Katalog der byzantinischen Goldschmiedearbeiten im Römisch-Germanischen Zentralmuseum werden erstmals alle Originalfunde veröffentlicht, die das RGZM seit 1928/29 für seine Sammlungen erworben hat. Er umfasst insgesamt 49 Nummern, darunter zwei Schatzfunde, ein dreiteiliges Fundensemble und 36 Einzelstücke. Zu diesen gehören auch zwei erhaltene Kopien sowie eine Rekonstruktion von bedeutenden, aber zerstörten Originalen.

Im sog. Kurzkatalog finden sich die Ergebnisse der detaillierten, herstellungstechnischen Untersuchungen von B. Bühler und M. Fecht sowie der chemischen Analysen von S. Hartmann. Die archäologische Auswertung durch F. Daim, A. M. Pülz und M. Schulze-Dörrlamm beschränkt sich nicht nur auf die Altersbestimmung der Stücke, die sich über einen Gesamtzeitraum vom 5. bis 13. Jahrhundert erstrecken, aber vorwiegend dem späten 6. und 7. Jahrhundert entstammen. Sie versucht außerdem, die zumeist unbekannten Herkunftsgebiete oder gar die Standorte der Goldschmiedewerkstätten zu bestimmen und die einstigen Eigentümer der Pretiosen zu ermitteln. P. Somogyi legt seine Bearbeitung der byzantinischen Goldmünzen eines der beiden Schatzfunde aus dem Vorderen Orient vor.

Dem Benutzer des außergewöhnlich reich bebilderten Katalogs wird durch zahlreiche Gesamt- und Detailfotos sowie durch Zeichnungen eine einzigartige Grundlage für Vergleichsstudien geboten werden.