Naturwissenschaftliche und technische Untersuchungen von Granatschmuck

Granate variieren in ihrer chemischen Zusammensetzung deutlich, abhängig von der jeweiligen geologischen Umgebung. Mithilfe naturwissenschaftlicher Analysen lassen sich so unterschiedliche Ursprungsgebiete antiker Granate voneinander abgrenzen.

Die für das Teilprojekt geplanten Untersuchungen zur Herkunft der Granate in den peripheren Gebieten des Merowingerreiches bilden somit die Basis, um chronologische Veränderungen von Distributionswegen zu fassen und mögliche Ursachen der „Granatroute in der Krise“ zu erkennen. Auch Metalllegierungen, Füllstoffe und regionalspezifische Ersatzmaterialien werden analysiert. Zusammen mit herstellungstechnischen Beobachtungen lassen sie sich zur Definition von Werts- und Qualitätsbegriffen heranziehen, um der materialspezifischen „Sprache der Objekte“ auf die Spur zu kommen.

Seit 1994 forscht das Archäometrielabor des RGZM an granatverziertem Schmuck und baut kontinuierlich seine entsprechenden Referenzdatenbanken aus.