Historische Aufnahme im analogen Bildarchiv; Foto: U.Klatt/RGZM.

 

Original und Abbild. Das RGZM-Bildarchiv und die Rolle der Bildarchive für die archäologische Forschung

Der Gründungsidee des RGZM - die Bereitstellung von Kopien wichtiger archäologischer Fundstücke für zeit- und kulturübergreifende Studien - ist auch die Einrichtung eines Bildarchivs sogleich nach Gründung des Museums 1852 verpflichtet. Schon bald kam das Bildarchiv nicht nur der Forschung zugute, sondern lieferte auch wichtiges Anschauungsmaterial für die Restaurierungswerkstätten und dokumentierte ihre Arbeiten.

In seinem Bestand dokumentiert es wissenschaftliche Kontakte der Mitarbeiter wie auch zeitgebundene Forschungsansätze. Es ist daher ein wichtiger Wissensspeicher des RGZM, der nicht nur als reich ausgestattetes wissenschaftliches Hilfsmittel betrachtet werden muss, sondern auch Zeugnis der Geschichte des Hauses und damit der Entwicklung der archäologischen Forschung und Restaurierung insbesondere in Deutschland ablegt.

Durch das Aufkommen neuer Medien ist aktuell eine Neupositionierung der Bildarchive zu beobachten. Der komplexe Informationsgehalt der analogen Bildträger wird durch digitale Abbildungsformen facettenreich ergänzt, nicht jedoch obsolet.

Aspekte der Forschung:

  • Entstehung des RGZM-Bildarchivs im Rahmen des Museums-Konzepts.

  • Bedeutung des Bildarchivs für Forschung und Restaurierung im RGZM und resultierende Wechselwirkungen.

  • Bedeutung des Bildarchivs für externe Forscher und Institutionen.

  • Wissenschaftliche Vernetzung und Kooperationen mit Blick auf den Sammlungszuwachs, die Zusammensetzung derselben und die Weitergabe eigenen Bildmaterials.

  • Zur Auswirkung technischer Neuerungen, insbesondere der Digitalisierung hinsichtlich der Bedeutung des Bildarchivs für wissenschaftliche und restauratorische Abläufe.

  • Image-Wandel oder Konsolidierung? Selbstverständnis und Außenwahrnehmung wissenschaftlicher Bildarchive im ‚digitalen Zeitalter‘.