Erster Teil des Begleitbands zur großen Schallaburgschau erschienen

Pünklich zum Ausstellungsauftakt "Byzanz & der Westen. 1000 vergessene Jahre" auf der Schallaburg (Österreich) erscheint im Verlag des RGZM der erste Teil einer dreibändigen Begleitreihe zu dieser wichtigen Byzanzschau.

Buchdaten

Falko Daim, Dominik Heher, Claudia Rapp
Menschen, Bilder, Sprache, Dinge
Wege der Kommunikation zwischen Byzanz und dem Westen
1: Bilder und Dinge

Byzanz zwischen Orient und Okzident, Band 9, 1
1. Auflage 2018, 213 Seiten, 157 meist farbige Abbildungen
21 x 30 cm, Hardcover, fadengeheftet
ISBN 978-3-88467-296-9
42,- €  |  erhältlich in unserem Online-Shop

Inhaltsverzeichnis / Vorwort (PDF)

Inhalt

2018 zeigt das Römisch-Germanische Zentralmuseum Mainz in Zusammenarbeit mit der Schallaburg in dem prachtvollen Renaissanceschloss nahe Melk (Niederösterreich) die Ausstellung »Byzanz & der Westen. 1000 vergessene Jahre«. Beide, Byzanz und der europäische Westen, entspringen dem römischen Weltreich, doch nehmen sie schon ab dem 5. Jahrhundert unterschiedliche Entwicklungen. Während das Römische Reich im Osten Bestand hatte und sich zum Byzantinischen Reich des Mittelalters wandelte, traten im Westen gentile Herrschaften an dessen Stelle, Königreiche der Goten, Vandalen, Angelsachsen, Langobarden und Franken. Zwar blieb Byzanz zumindest 800 Jahre lang das Vorbild für die anderen europäischen Entitäten, doch kam es sehr schnell zu Missverständnissen, Meinungsverschiedenheiten und Zwistigkeiten. Die Verständigung wurde immer schwieriger – im orthodoxen Osten sprach man zumeist Griechisch, im katholischen Westen war die Verkehrssprache Latein. Auch bei der Auslegung des christlichen Glaubens war man sich zusehends uneinig. Aber immer noch bewunderte man die byzantinischen Schätze – die herrlichen Seiden, Elfenbeinreliefs, technische Wunderwerke, die vielen Reliquien, grandiose Bauwerke. Die Wende kam 1204 mit der Eroberung und Plünderung Konstantinopels durch die Bischöfe und Ritter des Vierten Kreuzzugs. Für das bereits vorher geschwächte Byzantinische Reich bedeutete diese Katastrophe den Abstieg in die zweite politische Liga. Im Osten machten sich Kreuzfahrerstaaten breit, Venedig und Genua waren schon früher im Handel erfolgreich, jetzt hatten sie praktisch die alleinige Kontrolle.

Anlässlich dieser Schau erscheinen drei Begleitbände mit insgesamt 40 Beiträgen zu den ebenso vielfältigen wie wechselhaften Beziehungen zwischen dem lateinischen Westen und dem Byzantinischen Reich. Die Bände sind nach den Medien der Kommunikation strukturiert: Menschen, Bilder, Sprache, Dinge. Sie versammeln Beiträge namhafter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit archäologischer, kunsthistorischer, philologischer und historischer Schwerpunktsetzung. Das vielschichtige Bild an Überblicksdarstellungen und Detailstudien gewinnt zusätzlichen Wert durch teils erstmals veröffentlichte Ergebnisse aktueller Forschungsprojekte, vornehmlich des Leibniz-WissenschaftsCampus Mainz: Byzanz zwischen Orient und Okzident sowie der byzantinistischen Forschungseinrichtungen in Wien.


Weitere Publikationen

Schallaburg Kunstbetriebsges. m.b.H. (Hrsg.), Byzanz und der Westen. 1000 vergessene Jahre (2018)

Eine ausgezeichnete Möglichkeit zur Nachlese der Inhalte der Ausstellung bietet der reich bebilderte Katalog. Leicht verständliche Einleitungstexte am Beginn jedes Kapitels machen dabei die größeren Zusammenhänge nachvollziehbar und bringen Licht in die „1000 vergessenen Jahre“ byzantinisch-westlicher Beziehungen. Unmittelbar erfahrbar wird dieser kulturelle Austausch über die einzigartige Zusammenstellung von Exponaten, die von internationalen Expertinnen und Experten detailliert beschrieben werden.                               

281 Seiten. Erhältlich hier