Pressemitteilung 



Ausstellung in Mainz eröffnet: »Zukunft leben: Die demografische Chance«

18. April 2013 - Das Wissenschaftsjahr 2013 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ist dem demografischen Wandel in Deutschland gewidmet. Die Leibniz-Gemeinschaft gestaltete unter dem Titel »Zukunft leben: Die demografische Chance« die zentrale Ausstellung zum Wissenschaftsjahr. Nachdem sie mit großem Besucherandrang in Berlin zu sehen war, wurde sie am 18. April 2013 im Museum für Antike Schiffahrt des Römisch-Germanischen Zentralmuseums (RGZM), das der Leibniz-Gemeinschaft angehört, durch die rheinland-pfälzische Wissenschaftsministerin Doris Ahnen, Christine Thomas (BMBF), Karl Ulrich Mayer, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, und RGZM-Generaldirektor Falko Daim, feierlich eröffnet. Auf rund 300 qm können sich Besucher mit der Frage auseinandersetzen, wie sie morgen leben werden – und wie sie das neue, vielfältigere Miteinander gestalten wollen.

Die Lebenserwartung steigt, die Bevölkerung wird älter. Die durchschnittlichen Kinderzahlen in Deutschland sind niedrig und stagnieren. Wir sind ein Zuwanderungsland und wir brauchen Zuwanderung. Welche Folgen ergeben sich daraus, und welches Entwicklungspotential ist damit verbunden – gesellschaftlich, familiär und individuell? Die Demografie-Ausstellung bietet zahlreiche interaktive Installationen, zeigt Fotos, Videointerviews, Animationsfilme und Comic-Geschichten, die zum Nachdenken über die eigene Zukunft im demografischen Wandel anregen.
Die Leibniz-Gemeinschaft konzipierte diese zentrale Ausstellung zum Thema des Wissenschafts-jahres 2013, die vom BMBF gefördert und in fünf Leibniz-Museen gezeigt wird.

Wissenschaftsministerin Doris Ahnen unterstrich: „Der demografische Wandel und die dadurch entstehenden Chancen – aber auch die damit verbundenen Probleme – sind Themen, die alle Bereiche der Politik erfassen und die Gesellschaft insgesamt beschäftigen. Als Landesregierung beschäftigen wir uns daher im eigens eingerichteten ,Demografiekabinett‘ mit allen relevanten Fragen. Die Ausstellung, die wir jetzt hier in Mainz eröffnen, leistet einen wichtigen Beitrag dazu, den notwendigen gesellschaftlichen Diskurs über den demografischen Wandel – vor allem aber über die damit entstehenden Chancen für Weiterentwicklungen in der Gesellschaft – weiter voranzubringen.“

„Im Wissenschaftsjahr 2013 »Die demografische Chance« bringen wir Bürgerinnen und Bürger mit Wissenschaftlern in den Dialog, um über die Gestaltungsmöglichkeiten des demografischen Wandels zu diskutieren“, sagte Dr. Christine Thomas, Leiterin der Projektgruppe »Wissenschaftsjahr 2013« des BMBF. „Auch die heute in Mainz eröffnete Ausstellung zeigt, wie lebensnah Wissenschaft sein kann und wie anschaulich Forschungsergebnisse den Menschen näher gebracht werden können.“

Prof. Dr. Karl Ulrich Mayer, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft zeigte sich sind angenehm überrascht von dem großen Interesse der Öffentlichkeit an einem doch eher als spröde und komplex geltenden Thema. „Wir sehen aber auch, dass die Menschen die Botschaft mitnehmen, dass der demografische Wandel kein Schicksalsschlag ist, der wie ein Erdbeben über Deutschland kommt, sondern eine Entwicklung, die sich steuern und mitgestalten lässt. Dabei kommen wir aber auch um unbequeme Wahrheiten nicht herum: Wir werden über die Rente, nein, nicht mit 67, sondern mit 69 diskutieren müssen.“

Bei der Eröffnung erklärte Univ.-Prof. Dr. Falko Daim, dass der Demografische Wandel kein neues Phänomen sei. „Es hat ihn zu allen Zeiten gegeben – er ist der historische Normalfall.“ Und so befasse sich eine archäologische Forschungseinrichtung wie das Römisch-Germanische Zentralmuseum in seinen Forschungen auch mit den demografischen Veränderungen vergangener Gesellschaften.

Kuratoren der Ausstellung sind Petra Lutz und Thomas Spring. Die Gestaltung stammt von Atelier Brückner in Stuttgart.

Die Ausstellung wird bis zum 2. Juni 2013 in Mainz zu sehen sein. Ab dem 14. Juni wird sie im Deutschen Hygienemuseum in Dresden gastieren.

Downloads

Presseeinladung (PDF)
→ Medieninformationen zur Sonderausstellung
Hintergrundmaterial zum Wissenschaftsjahr 2013