Pressemitteilung | 19. April 2016  

Führung durch das Ägyptische Museum für die Deutsche Delegation; Foto: Achmed Amin, Ägyptisches Museum Kairo.

Christian Eckmann stellt Goldblech-Applikationen dem Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU Volker Kauder vor; Foto: Achmed Amin, Ägyptisches Museum Kairo.


Pressemeldung (PDF)


Deutsche Delegation erhält Führung durch das Ägyptische Museum in Kairo

Kairo. Gleich zwei Führungen für die Deutsche Delegation ermöglichten die Restauratoren des Römisch-Germanischen Zentralmuseums (RGZM) Katja Broschat und Christian Eckmann. Die Politiker hatten während eines Aufenthalts in Ägypten die Möglichkeit eine andere Perspektive auf die Arbeit der Archäologen zu erhalten, indem sie sich die aktuellen Forschungsprojekte der RGZM-Restauratoren im Ägyptischen Museum in Kairo bei einer einstündigen Führung im Detail erläutern ließen.

Der Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel erhielt im Rahmen seines gestrigen Besuchs Einblicke in die Forschungsarbeiten des RGZM: Begleitet haben ihn der Generaldirektor des Grand Egyptian Museum in Kairo und der Deutschen Botschafter. „Auf Wunsch der Deutschen Delegation kontaktierte uns die Deutsche Botschaft für eine Führung im Museum, der wir gerne Zustimmung gegeben haben. Einführend haben wir die Goldblech-Applikationen aus dem Grab des Tutanchamun vorgestellt. Anschließend gab es einen exklusiven Rundgang durch die Sammlung des Tutanchamun“, fasst Christian Eckmann zusammen. Die RGZM-Restauratoren erläuterten die Ergebnisse ihrer restauratorischen Arbeiten sowie der technologischen Untersuchungen.

Anlässlich eines Besuchs am 7. April beim ägyptischen Staatspräsidenten Sisi erhielt auch der Fraktionsvorsitzender CDU/CSU Volker Kauder in Begleitung seines Büroleiters, Dr. Andreas Mom und Pressesprecher Ulrich Scharlack die Führung durch das Ägyptische Museum Kairo. Simon Brombeiss, Leiter der Kulturabteilung, sowie Jan Bittner, der für das Referat Innenpolitik zuständig ist, nahmen als Vertreter der Deutschen Botschaft bei der Führung teil.

Das Römisch-Germanische Zentralmuseum Mainz gilt als eine führende Instanz der wissenschaftlichen Restaurierung und ist in Konservierungsprojekten weltweit tätig. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Archäologischen Institut Kairo, das seit mehr als 100 Jahren Ausgrabungen, Dokumentationsarbeiten und Restaurierungsprojekte in Ägypten durchführt sind die Projekte umgesetzt worden: Bereits seit 2012 verfolgen beide Institutionen in Zusammenarbeit mit der Universität Tübingen, ein Projekt am Ägyptischen Museum Kairo. Gefördert durch Mittel des Auswärtigen Amts sowie der DFG konnten Goldblech-Applikationen aus dem Grabschatz des Tutanchamun restauriert werden. Die Durchführung der Arbeiten an der Totenmaske des Tutanchamun wurde zu gleichen Teilen durch Mittel aus dem Kulturerhalt-Programm des Auswärtigen Amts und einer Sachbeihilfe der Gerda-Henkel-Stiftung ermöglicht. Durch technische Expertise wurde das Projekt durch namhafte Spezialisten auf dem Gebiet der Archäometrie vorangetrieben: Prof. Dr. Thilo Rehren (UCL, London) und Prof. Dr. Ernst Pernicka (Universität Heidelberg), das Institut für Raumbezogene Informations- und Messtechnik der Hochschule Mainz sowie den Henkel-Konzern wirkten bei der Umsetzung mit.

 

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Ebru Esmen M.A. (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit RGZM)
Tel.: +49 (0) 6131/9124-165  |  Mail: esmen@rgzm.de

Anfragen zum Thema „Totenmaske des Tutanchamun “ können an folgende Adresse gerichtet werden: ministry.antiquities@gmail.com.


Römisch-Germanisches Zentralmuseum (RGZM)

Das RGZM ist eine weltweit tätige Forschungseinrichtung für Archäologie mit Hauptsitz in Mainz sowie Nebenstellen in Mayen und Neuwied. 1852 vom Gesamtverein der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine gegründet, ist es seit 1870 eine Stiftung des öffentlichen Rechts und seit 2002 Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

Das Römisch-Germanische Zentralmuseum (RGZM) richtet seine Forschung derzeit neu aus. Der Beitrag, den archäologische Forschung mit ihrem weit zurück reichenden Blick für die Bearbeitung und Bewältigung von Problemstellungen des gegenwärtigen Menschen leisten kann, wird zukünftig noch mehr im Fokus seiner wissenschaftlichen Arbeit und deren Vermittlung stehen. Die Kompetenzen des RGZM liegen u.a. im Zusammenspiel von Restaurierung, Archäometrie, experimenteller und antiquarischer Archäologie. Die Forschungen erfolgen in einem internationalen und interdisziplinären Netzwerk. In mehreren Museen und breitgefächerten Publikationen aus dem eigenen Verlag vermittelt es seine Forschungsergebnisse an die Öffentlichkeit.