Pressemitteilung | 28. April 2015 

Die tschechischen Experimentalarchäologen Kateřina Doležalová und Karel Slavíček gaben ihren deutschen Kollegen in Brünn eine Einführung in die regionale Keramikproduktion. Foto: RGZM.

Beim Besuch in Panská Lhota, einem Forschungszentrum der Universität Brünn, diskutierten deutsche und tschechische Archäologen ausgiebig die rekonstruierten mittelalterliche Töpferöfen und deren Brennleistungen. Foto: RGZM (v. l. n. r.: Michael Herdick, Kateřina Doležalová, Karel Slavíček, Lutz Grunwald).


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Mayener Archäologen kooperieren mit UNESCO-Lehrstuhl in Brünn

Mainz/Brünn. Das Römisch-Germanische Zentralmuseum (RGZM) in Mainz und der UNESCO-Lehrstuhl für Museologie und Weltkulturerbe am Institut für Archäologie und Museologie der Universität Brünn/Tschechien haben eine Kooperation auf dem Gebiet der Experimentellen Archäologie und der Keramikforschung vereinbart. Die internationale Vernetzung der Studien zur Mayener Keramikindustrie im Forschungsstandort am Mayener Grubenfeld wird damit weiter ausgebaut.

Dr. Michael Herdick, der Leiter des Kompetenzbereichs Experimentelle Archäologie am RGZM und Dr. Lutz Grunwald vom RGZM-Kompetenzbereich Vulkanologie, Archäologie und Technikgeschichte (VAT) trafen an der Universität Brünn mit Keramikexperten und Experimentalarchäologen unter der Leitung von Dr. Rudolf Procházka zusammen. Dort besprachen sie den Austausch von Wissenschaftlern und Studenten bei der Durchführung von Brennversuchen in diesem Jahr.

Die deutsch-tschechische Zusammenarbeit begann 2013 bei der Keramiktagung „Den Töpfern auf der Spur“, die dank der Bereitstellung von Räumlichkeiten durch die Stadt in Mayen stattfinden konnte. 2014 arbeiteten dann die ersten Nachwuchswissenschaftler aus Brünn im Labor für Experimentelle Archäologie. Es ist daher nur folgerichtig, dass deutsche und tschechische Archäologen 2015 gemeinsam auch die Stadt Uherské Hradiště besuchten. Dr. Lutz Grunwald, der zugleich zweiter Vorsitzender des Deutsch-Tschechischen Freundschaftskreises Mayen-Uherskè Hradiste e.V. ist, organisierte ein Treffen im Museum der Mährischen Slowakei, das von PhDr. Blanka Rašticová der Vorsitzenden des Deutsch-Tschechischen Freundschaftskreises in Uherské Hradiště geleitet wird.

Langfristiges Ziel des deutsch-tschechischen Forschungsnetzwerkes soll es sein, so Dr. Michael Herdick, die Experimentelle Archäologie als Forschungs- und Vermittlungsmethode des mobilen kulturellen Welterbes zu etablieren. Die Erforschung der Mayener Keramikindustrie im europäischen Vergleich ist dabei ein erster Schritt.

Presseinformationen und wissenschaftlicher Kontakt

Dr. Michael Herdick (Leitung)
Römisch-Germanisches Zentralmuseum  |  Labor für Experimentelle Archäologie (LEA)
An den Mühlsteinen 7, 56727 Mayen
Tel.: +49 (0) 2651/ 700 60-21  |  Mobil: 0170/ 225 33 50
Mail: herdick(at)rgzm.dewww.lea.rgzm.de

Pressestelle des RGZM

Christina Nitzsche M.A. (Pressestelle)
Tel.: +49 (0) 6131/9124-165  |  Mail: nitzsche(at)rgzm.de

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Bildunterschriften

Abb. 1: Die tschechischen Experimentalarchäologen Kateřina Doležalová und Karel Slavíček gaben ihren deutschen Kollegen in Brünn eine Einführung in die regionale Keramikproduktion. Foto: RGZM.

Abb. 2: Beim Besuch in Panská Lhota, einem Forschungszentrum der Universität Brünn, diskutierten deutsche und tschechische Archäologen ausgiebig die rekonstruierten mittelalterliche Töpferöfen und deren Brennleistungen. Foto: RGZM (v. l. n. r.: Michael Herdick, Kateřina Doležalová, Karel Slavíček, Lutz Grunwald).