Pressemitteilung | 19. April 2017 

Ausstellungsbereiche des RGZM dienen ab Sommer 2017 als Zwischendepot für die rund 200.000 archäologischen Objekte; Foto: R. Müller / RGZM.

Inventarisierte Objekte im ehemaligen Ausstellungsbereich „Militärsaal“, Kurfürstliches Schloss; Foto: R. Müller / RGZM.

Inventarisierte Objekte des RGZM; Foto: R. Müller / RGZM.

Digitale Erfassung der archäologischen Objekte; Foto: R. Müller / RGZM.


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Schließung der Ausstellungsräume des Römisch- Germanischen Zentralmuseums im Kurfürstlichen Schloss

Mainz. Zur Mainzer Museumsnacht, 10. Juni 2017, wird das Römisch-Germanische Zentralmuseum (RGZM) zum letzten Mal die Pforten des Kurfürstlichen Schlosses für seine Besucherinnen und Besucher geöffnet halten. Danach bereitet sich das Leibniz-Forschungsmuseum für Archäologie auf den Umzug in den Neubau (Archäologisches Zentrum Mainz) vor: Dieser wird, voraussichtlich 2020, direkt neben dem hauseigenen Museum für Antike Schiffahrt in der südlichen Altstadt eröffnet.

„Die Räumlichkeiten des RGZM im Kurfürstlichen Schloss müssen als Zwischendepot für die umfangreiche Sammlung dienen, der ehemalige Militärsaal beherbergt sogar schon die ersten Objekte. Wir öffnen diese jedoch für ein Sonderprogramm, das mit ausgewählten Veranstaltungen jedem Interessenten einen Einblick in unsere Umzugsarbeiten und in die Planung der neuen Ausstellung garantiert. Die erste Führung mit Kinderwerkstatt ist für Ende Mai angesetzt“, erläutert Professor Falko Daim, Generaldirektor des RGZM. Derzeit noch als große Baustelle bekannt, werden die Arbeiten zum Rohbau in der Neutorstraße nach der Grundsteinlegung am Freitag, dem 05.Mai 2017, beginnen.

Doch wie zieht eine 165 Jahre alte Sammlung um? „Es bedarf einer sehr guten Planung, um die zahlreichen Objekte des Museums für den Umzug vorzubereiten. Dafür ist eine hausinterne Umzugsgruppe zusammengestellt worden, die aus Kuratoren, Restauratoren, Archivaren und Fachkräften für Arbeitssicherheit besteht“, erklärt Koordinator Dr. Christian Miks. Die Bedeutung der heute rund 200.000 Objekte liegt schon in der Gründung des RGZM im Jahre 1852: Damals war es ein erklärtes Ziel, in Mainz eine zentrale Referenzsammlung bedeutendster und aussagekräftigster archäologischer Fundobjekte zu etablieren.

Nach dem Umzug wird das RGZM auf einer Fläche von gesamt 14.500 Quadratmetern für die Forschungseinrichtung mit den Restaurierungswerkstätten und der stetig wachsenden Bibliothek Raum finden. Die Sammlung des Hauses wird in einer neuen Dauerausstellung und in wechselnden Sonderausstellungen für die Besucherinnen und Besucher wieder zugänglich sein. Wer nicht warten möchte, kann bis Anfang Juni noch die aktuelle Sonderausstellung „Codes der Macht. Mit 16 auf den Thron“ besuchen, die Forschungsergebnisse zum Grab des fränkischen Königs Childerich zeigt und die darin verborgenen „Codes der Macht“ entschlüsselt.