Terminankündigung 

Blick in die Ausstellung „Inseln der Winde“.

Foto: Hubert Vögele, Institut für Klassische Archäologie der Universität Heidelberg.

Modell eines Kykladenschiffes.

Foto: Hubert Vögele, Institut für Klassische Archäologie der Universität Heidelberg.

Hafenstadt Zakros

Modell: Gerhard Plath.


Terminankündigung (PDF)
Pressebilder (ZIP | 24,7 MB)

Veranstaltungsort

Museum für Antike Schiffahrt des RGZM
Neutorstr. 2b  |  55116 Mainz

Laufzeit

6. November 2014 - 8. Februar 2015

Pressetermin am

5. November 2014, 19 Uhr


Sonderausstellung »Inseln der Winde. Die maritime Kultur der bronzezeitlichen Ägäis«

Ab dem 6. November zeigt das Römisch-Germanische Zentralmuseum (RGZM) im Museum für Antike Schiffahrt in Mainz die Sonderausstellung »Inseln der Winde. Die maritime Kultur der bronzezeitlichen Ägäis«. Die Schau schildert das maritime Leben der ägäischen Inseln in der Bronzezeit (3. und 2. Jahrtausend v. Chr.) und beleuchtet dabei den Lebensraum der Bewohner, den Schiffbau und das logistische Umfeld der Schifffahrt.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Rekonstruktionen und detaillierte Modelle von Schiffen und Hafenanlagen der Minoer – benannt nach dem mythischen Herrscher Minos auf der Insel Kreta – sowie eine umfassende Untersuchung der Seebedingungen in der Ägäischen Bronzezeit. Sie verdeutlichen das vielfältige Beziehungsgeflecht zwischen den Inselgesellschaften der Ägäis zwischen 2800 und 1500 v. Chr. und beleuchten die Hintergründe der erstaunlichen Entwicklung dieser ersten europäischen Hochkultur.

Die Ergebnisse des gleichnamigen Forschungsprojektes der Universität Heidelberg gehen weit über die Visualisierung bereits bekannter Tatsachen hinaus. Sie bieten Erkenntnisse über das ägäische Seewesen vor über 3500 Jahren, die so vorher nicht bekannt waren: Genügte den gepaddelten Kykladen-Schiffen des 3. Jahrtausends v. Chr. noch ein einfacher Landungsplatz am Strand, benötigten die Segelschiffe mit weitreichenden Handelskontakten komplexe Hafeneinrichtungen. Die Anlage von Hafenstätten und Hafenstädten erfolgte nach immer wiederkehrenden Mustern, die auf die Geografie und jahreszeitliche Wind- und Wetterverhältnisse Rücksicht nahmen. Dieses hoch entwickelte System minoischer Hafenanlagen wird an zwei Landschaftsmodellen dargestellt.

Einzigartig sind die über einen Zeitraum von 1600 Jahren entstandenen Darstellungen von Schiffen. In Ton geritzt, in Siegelsteine geschnitten und auf Wände gemalt wurde die komplette Entwicklungslinie des minoischen Schiffbaus überliefert. An Hand von Modellrekonstruktionen wird diese Entwicklung ägäischer Schiffe nachvollziehen: von den Einbäumen der Kyklader bis zum besegelten Handelsschiff der minoischen Kreter mit Einrichtungen zur Verteidigung kostbarer Ladung.

Die Ausstellung wurde von der Universität Heidelberg in Zusammenarbeit mit dem Diplom-Designer Thomas Guttandin und dem Architekten Gerhard Plath konzipiert.

Links

Begleitprogramm

Führungen und Kinderaktionen

Öffentliche Führung durch die Sonderausstellung: jeden Sonntag um 16 Uhr

So 30. November 2014, 15 Uhr
Familiensonntag: „Das Leuchtfeuer im Hafen“ – Häfen und Handel in der Antike
im Museum für Antike Schiffahrt

So 28. Dezember 2014, 15 Uhr
Familiensonntag: „Die Magie der Figuren“ – Das Geheimnis der Kykladenidole
im Museum für Antike Schiffahrt

Vorträge

Do 27. November 2014, 19 Uhr
Zwischen Orient und Okzident - Techniktransfer im Schiffbau der Bronze- und Eisenzeit
Dr. Ronald Bockius (Forschungsbereich Antike Schiffahrt des RGZM)
im Infopoint „Archäologisches Zentrum Mainz“, Neutorstraße 1, Mainz

Do 15. Januar 2014, 19 Uhr
Die Rekonstruktion bronzezeitlicher ägäischer Schiffe
Dipl. des. Thomas Guttandin (Hattersheim)
im Infopoint „Archäologisches Zentrum Mainz“, Neutorstraße 1, Mainz

Römisch-Germanisches Zentralmuseum (RGZM)

Das RGZM ist eine weltweit tätige Forschungseinrichtung für Archäologie mit Hauptsitz in Mainz sowie Nebenstellen in Mayen und Neuwied. 1852 vom Gesamtverein der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine gegründet, ist es seit 1870 eine Stiftung des öffentlichen Rechts und seit 2002 Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.
Archäologen und Naturwissenschaftler untersuchen am RGZM vergangene Gesellschaften auf der Grundlage archäologischer Quellen: Hierbei steht der Mensch in Wechselwirkung mit seiner Umwelt im Mittelpunkt. Die Stärken des RGZM liegen u.a. im Zusammenspiel von Restaurierung, Archäometrie, experimenteller und antiquarischer Archäologie. Die Forschungen erfolgen in einem internationalen und interdisziplinären Netzwerk. In mehreren Museen und breitgefächerten Publikationen aus dem eigenen Verlag vermittelt es seine Forschungsergebnisse an die Öffentlichkeit.

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