Pressemitteilung | 08. Juni 2016  

Die Gesandtschaft aus Mainz: Eric Freund, Jessica Schmidt, Tristan Schmidt, Stephan Hones; Foto: J. Schmidt (v.l.n.r.).


Pressemitteilung (PDF)

 

 


Übersee-Netzwerk für Promovierende zwischen Mainz, Berlin, Wien, Oxford und Princeton

Mainz. Im Rahmen des sechsten „Graduate Exchange“ zum Forschungsthema Byzanz kamen verschiedene Vertreter akademischer Einrichtungen mit Dissertationsvorhaben an der Universität Princeton zusammen. Der Leibniz-WissenschaftsCampus Mainz (LWC Byzanz) entsandte vier Doktorandinnen und Doktoranden der Johannes Gutenberg-Universität (JGU).

„Being a part of the network“ war der Leitsatz des internationalen Zusammenkommens von Promovierenden. Die Teilnehmer präsentierten ihre neuesten Forschungsergebnisse zu verschiedensten Themenfeldern in der spätantiken-, byzantinischen- und frühmittelalterlichen Geschichte und der byzantinischen Kunstgeschichte. Initiiert von der Universität Princeton soll das Austauschprogramm die Möglichkeit zur internationalen Vernetzung und dem Austausch von Universitäten, Professoren und Doktoranden dienen. Stellvertretend für die betreuenden Professoren an der JGU nahm Professor Johannes Pahlitzsch, Fachvertreter der Byzantinistik und Vorstandsmitglied des LWC Byzanz, teil.

Als aktiver Kooperationspartner ermöglichte der LWC Byzanz den vier Promovierenden die Teilnahme am „Graduate exchange“. Förderung, in Form einer Reisekostenerstattung, erhielt
die Gesandtschaft aus Mainz seitens der JGU. „Der LWC Byzanz ist weltweit eine einzigartige Einrichtung zur interdisziplinären Byzanz-Forschung und wir empfinden es als eine große
Wertschätzung, dass wir wegen unserer Aktivitäten eingeladen worden sind, an dem Netzwerk mitzuwirken und durch dieses die Möglichkeiten haben unsere Forschungsarbeiten zu intensivieren. Auch freut es uns, dass wir voraussichtlich 2017 die Gastgeberrolle für den Graduate Exchange übernehmen“, so Professor Falko Daim, Generaldirektor des RGZM und gleichzeitig Sprecher des LWC Byzanz.

Leibniz-WissenschaftsCampus Mainz: Byzanz zwischen Orient und Okzident (LWC Byzanz)

Die 2011 gegründete Initiative ist eine von der Leibniz-Gemeinschaft geförderte Kooperation des Römisch-Germanischen Zentralmuseums, der JGU und weiteren Partnern. Der LWC Byzanz hat es sich zum Ziel gesetzt außeruniversitäre und universitäre Byzanz-Forschung stärker zu vernetzen. Ein weiteres Ziel der Kooperation ist die Erforschung der kulturellen Transfer-, Austausch- und
Rezeptionsprozesse von der Antike bis in die Neuzeit und gleichzeitig von Europa in den Orient, die von Byzanz ausgingen oder an denen Byzanz beteiligt war. Die breite Plattform für interdisziplinäre Byzanz-Forschung entsteht durch den Zusammenschluss des Leibniz-Forschungsmuseums RGZM mit den Fächern Byzantinistik, Christlicher Archäologie und Byzantinischer Kunstgeschichte sowie weiterer zehn Disziplinen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Unter diesem Konzept fördert der Leibniz-WissenschaftsCampus Mainz die Integration der zersplitterten Wissenschaftsdisziplinen, die sich mit Byzanz befassen. Er ermöglicht themenorientierte, multidisziplinäre, historisch-kulturwissenschaftliche Forschung unter einem Dach und bewirkt durch einen gemeinsamen Auftritt der Byzanz-Forschung eine bessere Sichtbarkeit dieses Fachgebiets. Durch die bisherigen Aktivitäten hat sich Mainz als eines der wenigen internationalen Zentren für Byzanz-Forschung etabliert.

Presseinformationen RGZM

Ebru Esmen M.A. (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit RGZM)
Tel.: +49 (0) 6131/9124-165  |  Mail: esmen@rgzm.de


Römisch-Germanisches Zentralmuseum (RGZM)

Das RGZM ist eine weltweit tätige Forschungseinrichtung für Archäologie mit Hauptsitz in Mainz sowie Nebenstellen in Mayen und Neuwied. 1852 vom Gesamtverein der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine gegründet, ist es seit 1870 eine Stiftung des öffentlichen Rechts und seit 2002 Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

Das Römisch-Germanische Zentralmuseum (RGZM) richtet seine Forschung derzeit neu aus. Der Beitrag, den archäologische Forschung mit ihrem weit zurück reichenden Blick für die Bearbeitung und Bewältigung von Problemstellungen des gegenwärtigen Menschen leisten kann, wird zukünftig noch mehr im Fokus seiner wissenschaftlichen Arbeit und deren Vermittlung stehen. Die Kompetenzen des RGZM liegen u.a. im Zusammenspiel von Restaurierung, Archäometrie, experimenteller und antiquarischer Archäologie. Die Forschungen erfolgen in einem internationalen und interdisziplinären Netzwerk. In mehreren Museen und breitgefächerten Publikationen aus dem eigenen Verlag vermittelt es seine Forschungsergebnisse an die Öffentlichkeit.