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Europäischer Archäologiepreis Joseph Déchelette

2020 wird zum dritten Mal der »Prix européen d'archéologie Joseph Déchelette« vergeben, an dem auch das RGZM beteiligt ist. Bewerben können sich Forscher*innen, die ihre Doktorarbeit zwischen dem 1. Januar 2017 und dem 31. Dezember 2019 verteidigt haben. Die Forschung, die Gegenstand der Dissertation ist, muss sich auf die europäische Vorgeschichte beziehen, die in einem weiten Sinne verstanden wird, sowohl geographisch als auch chronologisch (Bronzezeit, Eisenzeit und Periode der Romanisierung). Die Jury wird der europäischen Dimension der Anträge besondere Aufmerksamkeit schenken. Bewerbungsfrist für Einreichungen ist der 1. März 2020.

Joseph Déchelette (1862-1914), ein Archäologe von internationalem Ruf, war einer der Gründerväter der vorgeschichtlichen Archäologie in Europa. Auf Anregung seines Großneffen, Édouard Déchelette (†), wurde 2010 die Association Joseph Déchelette gegründet, welche die Erinnerung an diesen großen Wissenschaftler und Wegbereiter der Archäologie lebendig halten möchte. In Kooperation mit den unten aufgeführten Partnern möchte die Association einen Archäologiepreis Joseph Déchelette vergeben, mit dem die Forschungen einer/s jungen Archäologin/en nach ihrer/seiner Promotion gefördert werden sollen. Dieser im Jahr 2016 geschaffene Preis soll alle zwei Jahre vergeben werden.

Der Preis wendet sich an die breite Gemeinschaft der archäologisch Forschenden in Europa. Die Kriterien für seine Verleihung richten sich nach den Werten, die Joseph Déchelette auszeichneten: Offenheit, wissenschaftliche Sorgfalt, Sinn für das Praktische, internationaler Blickwinkel.

Partner für die Preisverleihung 2020

  • Ministère de la culture
  • Stadt Roanne / musée Joseph-Déchelette, Roanne
  • Musée d’Archéologie nationale (MAN), Saint-Germain-en-Laye
  • Römisch-Germanisches Zentralmuseum (RGZM), Mainz
  • Laténium, Parc et Musée d’archéologie de Neuchâtel
  • Association pour les Recherches sur l’Âge du Bronze (APRAB)
  • Association française pour l’Étude de l’Âge du Fer (AFEAF)
  • European Association of Archaeologists
  • Prehistoric Society
  • Société préhistorique française (SPF)
  • Bibracte EPCC

Voraussetzungen für die Bewerbung und Bedingungen für die Preisverleihung

Zur Bewerbung werden Forscher/innen, die ihre Doktorarbeit zwischen dem 1. Januar 2017 und dem 31. Dezember 2019 verteidigt haben, aufgefordert.

Die Forschung, die Gegenstand der Dissertation ist, muss sich auf die europäische Vorgeschichte beziehen, die in einem weiten Sinne verstanden wird, sowohl geographisch als auch chronologisch (Bronzezeit, Eisenzeit und Periode der Romanisierung). Die Jury wird der europäischen Dimension der Anträge besondere Aufmerksamkeit schenken.

Die Sprache der Dissertation ist gleichgültig. Die Bewerber reichen eine Datei in Französisch oder Englisch in 25.000 Zeichen ein, die eine Zusammenfassung der Dissertation und der Arbeitsperspektiven für das Jahr nach der Preisverleihung (Vorbereitung einer Publikation, Entwicklung eines Forschungsprojektes usw.), einen Lebenslauf mit Angabe des Geburtsdatums und eine Bibliographie ihrer Arbeit, einen veröffentlichten oder angenommenen Artikel und den Verteidigungsbericht der Dissertation oder, falls dies nicht der Fall ist, zwei Anerkennungsschreiben für ihre Doktorarbeit durch anerkannte Spezialisten auf diesem Gebiet enthält. Die Präsentation der Arbeitsperspektiven gliedert sich in fünf Teile: allgemeine Ziele, Jahresziele, Methode, Mittel und Partnerschaften, die mobilisiert werden sollen, erwartete Form der Ergebnisse (Veröffentlichung, Runder Tisch, etc.). In dieser Präsentation wird erläutert, wie das Projekt mit der Promotionsforschung und der Zukunft der erwarteten Karriere des Kandidaten verknüpft ist.

Die Auszeichnung wird von einer internationalen Kommission vergeben, die im Frühjahr 2020 zusammentreten wird.

Die Bewerbung erfolgt per Email bis zum 1. März 2020 an folgende Adresse: prixdechelette(at)bibracte.fr 

Höhe des Preisgeldes

Das Preisgeld beträgt 10.000 € und setzt sich aus Beträgen der Association Déchelette, des RGZM und des Ministère de la Culture et de la Communication zusammen. Zusätzlich werden dem/der Preisträger/ in folgende Möglichkeiten geboten, die er/sie im darauffolgenden Jahr in Anspruch nehmen kann:

  • Forschungsaufenthalt von einem Monat am RGZM in Mainz
  • Forschungsaufenthalt von einem Monat in Bibracte
  • Forschungsaufenthalt von einem Monat an der Bibliothèque du Musée Déchelette, auf Einladung der Stadt Roanne
  • Forschungsaufenthalt von einem Monat am Laténium, in Zusammenarbeit mit der Fondation Maison Borel
  • Organisation eines Workshops durch das MAN
  • Einhaltung der SPF und der Prehistoric Society

(Die Einladung umfasst entsprechend den Möglichkeiten neben der Übernachtung auch die Verpflegung vor Ort).

Der Preis wird im Musée des Beaux-Arts et d’Archéologie Joseph Déchelette, in Roanne, verliehen, wo der Wissenschaftler sein ganzen Leben gewirkt und gearbeitet hat.