öffentlicher Vortrag 

Spätrömische Befestigung in Bitburg; Foto: F. Heimerl.


26. November 2019, 18:00 Uhr

Ratssaal der VG Weißenturm
Kärlicher Str. 4
56575 Weißenthurm

Eintritt frei!

Flyer (PDF) 


Bierstadt? Autostadt? Römerstadt! Aktuelle Forschungen zur Archäologie in Bitburg

Die Stadt Bitburg in der Eifel hat ein reiches kulturelles Erbe. Seit der frühen Kaiserzeit entwickelte sich Beda/Bitburg als Straßensiedlung an der Römerstraße Trier–Köln. Die spätrömische Befestigung aus dem 4. Jh. zählt zu den am besten erhaltenen spätantiken Wehranlagen nördlich der Alpen! Der Vortrag lädt Sie zu einem Rundgang durch die Bitburger Geschichte von der frührömischen Zeit bis in das Mittelalter ein.

Referent: Ferdinand Heimerl M.A.  

Das Bitburger Pils hat Bitburg als „Bierstadt“ berühmt gemacht. Mit 75 Autohändlern auf engstem Raum gilt Bitburg auch als „Autostadt“. Das reiche kulturelle Erbe der „Römerstadt“ in der Eifel ist dagegen weniger bekannt. Archäologische Forschungen seit 1889 geben Einblicke in die Geschichte eines Ortes, der auf eine Etappe an der Römerstraße Trier-Köln zurückgeht.

Wegen dieser bedeutende Lage entwickelte sich eine prosperierende römische Straßensiedlung. Für die Abwicklung des Personen- und Warentransports, als Absatzmarkt und Umschlagplatz sowie als Kult- und Versammlungsplatz kam Bitburg eine zentrale Funktion zu. Bitburger Keramikfunde aus den Töpfereien von Trier, Speicher/Herforst, Mayen und Weißenthurm weisen auf die wirtschaftliche Vernetzung des Ortes hin. Mit dem Aufschwung Triers als Kaiserresidenz bekam Bitburg in der Spätantike eine neue Bedeutung. Auf ca. 2 ha Fläche errichtete man eine Befestigung mit 3,80 m starken Mauern. Neben Anlagen wie Andernach, Koblenz, Boppard, Neumagen, Jünkerath oder Arlon diente Bitburg der Sicherung des spätrömischen Reiches. Auch in nachrömischer Zeit wurde die Anlage weiter genutzt. Das römische Straßendorf, die Befestigung aus der Spätantike und die mittelalterliche Stadtmauer haben das Stadtbild Bitburgs bis heute geprägt. 

Ein Vortrag aus der archäologisch-historischen Reihe des Römisch-Germanischen Zentralmuseums, Forschungsbereich »Vulkanologie, Archäologie und Technikgeschichte« (VAT) und der Verbandsgemeinde Weißenthurm e.V.