öffentlicher Vortrag 

Mit Zinkblechstreifen umwickelte Lanzenspitze nach dem Verfahren von Krefting (aus: F. Rathgen, Die Konservierung von Altertumsfunden (Berlin, Leipzig 1924) 59).


12.03.2019, 18:15

RGZM | Römisch-Germanisches Zentralmuseum
im Kurfürstlichen Schloss
Ernst-Ludwig-Platz 2
55116 Mainz

Der Vortrag findet im Vortragssaal statt. 
Der Eintritt ist frei!

 

 


Die Krefting`sche Methode – Wie ein Ingenieur unseren Blick auf archäologische Metallobjekte veränderte

Ein Vortrag von Sandra Kaiser M.A. in der Reihe »Wintervorträge«.

1892 publizierte der Norweger Axel Krefting eine elektrochemische Freilegungsmethode für archäologische Objekte aus Eisen, mit deren Hilfe die Objekte von Korrosionsprodukten befreit werden konnten und eine metallische Oberfläche zu Tage trat. Der Prozess war äußerst schnell und einfach anzuwenden und erfreute sich rasch großer Popularität. Und so reiste die Methode im Handgepäck der Archäologen in ferne Länder und fand neben verwandten elektrolytischen Methoden bis in die 1970er Jahre breite Anwendung in nahezu jeder Sammlung und jedem Museum der Erde. Ihre charakteristischen Spuren, wie die metallischen, oft zerfressenen Oberflächen, prägten über Jahrzehnte das Aussehen archäologischer Eisen- und Bronzefunde. Sie brach mit der bis zum Ende des 19.Jh. gültigen Konvention, archäologische Funde aus Metall mitsamt ihrem „Rost“ zu konservieren.

Zur Reihe »Wintervorträge«

Schon seit Jahrzehnten gewähren die Wintervorträge einem Interessierten Publikum Einblick in die aktuellen Forschungen am Römisch-Germanischen Zentralmuseum. Auch 2019 möchten wir Sie wieder mit Vorträgen über einige unserer Arbeiten informieren. Die Veranstaltungsreihe wird ausgerichtet von der Gesellschaft der Freunde des RGZM. Einen Überblick über alle Termine finden Sie hier.