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Negotiating Power and Identities. Latin, Greek and Syrian Élites in Fifteenth-Century Cyprus

Buchdaten

Miriam Rachel Salzmann
Negotiating Power and Identities. Latin, Greek and Syrian Élites in Fifteenth-Century Cyprus

Byzanz zwischen Orient und Okzident, Band 25
1. Auflage 2021, 214 S., 23 Abbildungen, 21 x 30 cm, Hardcover, fadengeheftet, 21 x 30 cm, Hardcover, fadengeheftet
ISBN 978-3-88467-340-9
Online erhältlich auf Propylaeum eBOOKS: https://doi.org/10.11588/propylaeum.912

Printausgabe: 49,- € |  Erhältlich über Verlag Schnell und Steiner 

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Summary

Inhaltsverzeichnis | Table of Content

Inhalt

This study traces the development of Latin, Greek and Oriental Christian aristocratic groups and their social and cultural interaction in fifteenth-century Cyprus. Since 1192, the formerly Byzantine island was under the rule of the Lusignan Crusader dynasty, which had introduced a nobility of Crusader families. However, due to various moments of political and economic crisis from the end of the fourteenth century onwards, autochthonous Greeks and Oriental Christians (so-called Syrians) rose high in the state administration and challenged the power balance.

On the basis of a prosopographical database registering all members of the Cypriot élite between 1374 and the 1460s, this study explores the chances of social mobility that the upheavals offered to Greeks and Syrians in particular, and the fate of the noble Crusader families who had to contend with these newcomers. It examines the consequences of this social change for the relationship between the ascending and the established élite and their degree of integration. Finally, it analyses the interplay between social developments and identity construction, and asks how the aristocrats constructed their identities with respect to social standing, ethnicity and religion. This analysis of interdependent social change and identity construction permits a new, broad perspective on the development of the Cypriot aristocracies during the fifteenth century.

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Die vorliegende Studie beschäftigt sich mit sozialer Mobilität, Integration und Identitätskonstruktion unter den lateinischen, griechischen und christlich-orientalischen Eliten auf Zypern im 15. Jahrhundert. Die ehemals byzantinische Insel befand sich seit 1192 unter der Herrschaft der Kreuzfahrerdynastie der Lusignan, die einen fränkischen Adel mitgebracht hatte. Aufgrund verschiedener politischer und wirtschaftlicher Krisen konnten jedoch ab dem Ende des 14. Jahrhunderts verstärkt auch einheimische Griechen und orientalische Christen (sogenannte Syrer) im Rahmen der Staatsverwaltung aufsteigen und das Mächtegleichgewicht beeinflussen.

Auf der Basis einer prosopographischen Datenbank, die alle Mitglieder der Elite in Zypern zwischen 1374 und den 1460ern aufnimmt, widmet die Monographie sich sowohl den Aufstiegschancen der Syrer und Griechen als auch dem Schicksal der fränkischen Adeligen, die sich mit einer starken Gruppe von Aufsteigern arrangieren mussten. Sie analysiert die Folgen dieser dynamischen Entwicklung für die Beziehungen zwischen den verschiedenen Elite-Gruppen und untersucht, wie Syrer, Griechen und Lateiner ihre ethnischen, sozialen und religiösen Identitäten konstruierten und wie Veränderungen in diesen Konstruktionen mit dem Aufstieg der Syrer und Griechen in Beziehung gesetzt werden können. Diese zweifache Analyse von sozialer Dynamik und Identitätskonstruktion ermöglicht einen neuen, breiteren Blick auf die Entwicklung der zypriotischen Eliten im 15. Jahrhundert. 

Reihe »Byzanz zwischen Orient und Okzident«

Die Reihe Byzanz zwischen Orient und Okzident (BOO) wird vom Vorstand des Leibniz-WissenschaftsCampus Mainz/Frankfurt herausgegeben und erscheint im Verlag des RGZM.

Die Reihe dient als Publikationsorgan für das Forschungsprogramm des Leibniz-WissenschaftsCampus, das Byzanz, seine Brückenfunktion zwischen Ost und West sowie kulturelle Transfer- und Rezeptionsprozesse von der Antike bis in die Neuzeit in den Blick nimmt. Die Methoden und Untersuchungsgegenstände der verschiedenen Disziplinen, die sich mit Byzanz beschäftigen, werden dabei jenseits traditioneller Fächergrenzen zusammengeführt, um mit einem historisch-kulturwissenschaftlichen Zugang Byzanz und seine materielle und immaterielle Kultur umfassend zu erforschen.

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