Wissensfundament: Wissenschaftliche Infrastrukturen

Das einzigartige hauseigene Wissensfundament des RGZM vereint umfangreiche wissenschaftliche Infrastrukturen, darunter archäologische Spezialsammlungen, eine der europaweit größten Fachbibliotheken sowie Bild-/Schriftenarchive, Restaurierungswerkstätten und Labore, mit einer fachlich und personell breit aufgestellten wissenschaftlichen Expertise, die auf verschiedene Kompetenzbereiche des Hauses verteilt ist.

Durch seine besondere Infrastruktur mit Sammlungen, Museen und dem Verlag ist das RGZM bestrebt, gleichberechtigt Fachkollegen, Medien, Politik und alle Teile der Bevölkerung zu erreichen.

 

 

Die Bibliothek des RGZM ist zentraler und integraler Bestandteil des Forschungsinstituts. Sie ist eine der größten und bedeutendsten europäischen Spezialbibliotheken zur Archäologie und Kulturgeschichte der alten Welt. Der chronologische Sammlungsschwerpunkt reicht vom Paläolithikum bis ins Hochmittelalter.
Das Schriftenarchiv des Römisch-Germanischen Zentralmuseums (RGZM) ist als Hausarchiv zu verstehen. Es sammelt, erschließt und erforscht Akten und Korrespondenz zur Geschichte des RGZM seit seiner Gründung 1852 und stellt diese für die öffentliche Nutzung bereit. Voraussichtlich ab Ende 2017 soll die Archivdatenbank des RGZM online zur Verfügung stehen. Bis dahin sind auf Anfrage Recherchen vor Ort möglich.
Das Labor für Experimentelle Archäologie erweitert die technikarchäologische Infrastruktur des RGZM. In ihm können insbesondere Rekonstruktionen vor- und frühgeschichtlicher Produktions- und Gewerbeanlagen auf ihre Plausibilität und ihren Wirkungsgrad hin erprobt werden.
Das Archäometrielabor hält die analytische Hardware vor, welche das Rückgrat der materialwissenschaftlich-technologischen Forschungen am RGZM bildet. Hier widmen sich die MitarbeiterInnen der Untersuchung vornehmlich mineralischer und metallischer Fundobjekte aus dem Blickwinkel der werkstoffwissenschaftlich orientierten Naturwissenschaften.
Bei dem Kontakt zweier Materialien entstehen Spuren in Abhängigkeit von Material-eigenschaften sowie der Bewegungsführung, ihrer Intensität und Dauer. Diese Spuren bilden die kleinsten „archäologischen Einheiten“, die auf übergeordnete menschliche Verhaltens-muster hinweisen können. Der systematischen Erforschung solcher Spuren unter Einbeziehung natur- und ingenieurwissenschaftlicher Methoden widmet sich das Spurenlabor.
Das Zooarchäologielabor ist an dem zum RGZM gehörenden »Archäologischen Forschungs-zentrum und Museum für menschliche Verhaltensevolution« auf Schloss Monrepos bei Neuwied angesiedelt. Es unterhält eine osteologische und eine taphonomische Sammlung und widmet sich der Erforschung archäologischer Tierreste.