Gottfried Wilhelm Leibniz 
Auf einem Schreibtisch liegt das Buch, für das das RGZM einen Lesetipp ausspricht.

Foto: RGZM



Buchtipp: Die beste aller möglichen Welten

Krieg, Klimakrise, Pandemie - in diesen Zeiten wünscht man sich "die beste aller möglichen Welten". Für den großen Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz war sie bereits von Gott gegeben und es war am Menschen als handelndes Individuum, diese zu gestalten. 1675 kreierte Leibniz das uns heute bekannte Integralzeichen, 1686 schmiedet er Pläne zur Revolutionierung des Bergbaus im Harz, 1703 erkennt er, dass die Welt mit Einsen und Nullen nicht unbeschränkt berechenbar ist und nimmt damit eine zentrale Erkenntnis der heutigen KI-Forschung vorweg. Wer in die Welt dieses Philosophen, Erfinders und Mathematikers eintauchen möchte, dem sei das im S. Fischer Verlag erschienene Buch "Die beste aller möglichen Welten. Gottfried Wilhelm Leibniz in seiner Zeit" empfohlen.

Der Autor und Historiker Michael Kempe nimmt uns mit in den Arbeitsalltag und die Gedankenwelt von Leibniz, indem er anhand einzelner biographischer Daten, Lebens- und Schaffensphasen chronologisch rekapituliert und exemplarisch und dicht den gesamten Kosmos des Gelehrten entfaltet.

Sieben ausgewählte Tage stehen für das große Ganze, für eine elegant erzählte Kulturgeschichte des Barock zwischen Paris, Wien, Berlin und Hannover.  Rüdiger Safranski lobte die Neuerscheinung als "besonders gelungenes biographisches Kunststück". Das RGZM ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft und daher fühlen wir uns dem Denken und Wirken des großen Namensgebers auf vielen Ebenen verpflichtet.

Dieses Buch ist für alle, die sich auf eine erstaunliche Zeit- und Gedankenreise mit hohen Aktualitätsbezügen begeben wollen, ein hervorragender Lesetipp.

Mehr dazu auch in der Buchbesprechung der FAZ.

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Michael Kempe: „Die beste aller möglichen Welten – Gottfried Wilhelm Leibniz in seiner Zeit.“ www.fischerverlage.de/buch/michael-kempe-die-beste-aller-moeglichen-welten-9783100000279