WissenschaftsCampus Mainz, öffentlicher Vortrag 


25. Januar 2022, 16:15 Uhr


für alle

Doppelvortrag gemeinschaftlich organisiert von Prof. Dr. Hartmut Leppin (GU) und Prof. Dr. Johannes Pahlitzsch (JGU)

Prof. Dr. Petra Sijpesteijn (Leiden/München), Negotiation in Arabic Request Letters: Justice and Redress in the Early Islamic Empire

im Anschluss

Dr. Arietta Papaconstantinou (Reading), The Arab Governor’s Greek letters: inside Qurra b. Sharīk’s Chancery in Eighth-century Fusṭāṭ

 

Negotiation in Arabic Request Letters: Justice and Redress in the Early Islamic Empire

Jede Gesellschaft braucht zur Aufrechterhaltung dauerhafter Stabilität Systeme, mit denen persönliches Unglück gelindert und erfahrenes Unrecht behoben werden kann. Deren Analyse ermöglicht einen tiefen Einblick in die Werte, Strukturen, Erwartungen und Belastbarkeiten der jeweiligen Gesellschaften. Das Forschungsprojekt geht der Frage nach, wie soziale Kohäsion im frühislamischen Imperium geschaffen wurde. Dazu untersucht es die in literarischen Quellen überlieferten Hilfeersuchen, Beschwerden und Bitten um Wiedergutmachungen. Diese geben Aufschluss über Moralvorstellungen und gesellschaftliche Strukturen sowie die Rolle der Armenfürsorge bei der Schaffung konstanter Stabilität im Kalifat.