Archäologe und Kulturgüterschutzexperte Michael Müller Karpe, RGZM (Foto: Daniel Gerlach).



RGZM steuert Expertise zu internationaler TV-Produktion bei

Seit 21. Oktober setzen das ZDF und ARTE ihre erfolgreiche Krimiserie "The Team" fort. Zentraler Bestandteil der Handlung ist die Terrorfinanzierung durch den Handel mit Raubkunst. Unser Kollege Dr. Michael Müller-Karpe unterstützte die Produktion und brachte seine Expertise zum Thema ein.

Das RGZM arbeitet seit Jahren sehr eng mit den Strafverfolgungsbehörden, insbesondere dem Bundeskriminalamt und dem Landeskriminalamt Hessen zusammen. Die Kooperation dient der Bekämpfung des zerstörerischen Handels mit geplündertem Kulturgut. Im Vordergrund steht dabei der Schutz der archäologischen Stätten mit den im Fundkontext im Boden erhaltenen Informationen. Diesem Zweck dient die Erstellung von Gutachten, die Beratung von Politik und Medien, wie auch die Veranstaltung von Vorträgen und Ausstellungen. Dabei geht es vor allem um eine Sensibilisierung für die Bedeutung des Erhalts des archäologischen Erbes als Informationsträger.

Die unterstützte TV-Produktion wirft nun ein verstörendes Schlaglicht auf eine Facette der Antikenhehlerei, die so gar nicht zu der vornehmenden und kunstsinnigen Fassade mancher Privatsammlung und Auktionshäuser passen mag: kriminelle Netzwerke, die es der organisierten Kriminalität, Warlords und Terrororganisationen ermöglichen, sich von Käufern, denen die illegale Herkunft ihrer Schnäppchen egal ist, ihre Verbrechen finanzieren zu lassen.

Die Serie ist über die ZDF-Mediathek bis 16. Januar 2019 abrufbar:
www.zdf.de/serien/the-team