Wissensfundament: Wissenschaftliche Infrastrukturen

Das einzigartige hauseigene Wissensfundament des RGZM vereint umfangreiche wissenschaftliche Infrastrukturen, darunter archäologische Spezialsammlungen, eine der europaweit größten Fachbibliotheken sowie Bild-/Schriftenarchive, Restaurierungswerkstätten und Labore, mit einer fachlich und personell breit aufgestellten wissenschaftlichen Expertise, die auf verschiedene Kompetenzbereiche des Hauses verteilt ist.

Durch seine besondere Infrastruktur mit Sammlungen, Museen und dem Verlag ist das RGZM bestrebt, gleichberechtigt Fachkollegen, Medien, Politik und alle Teile der Bevölkerung zu erreichen.

 

 

Die Bibliothek des RGZM ist zentraler und integraler Bestandteil des Forschungsinstituts. Sie ist eine der größten und bedeutendsten europäischen Spezialbibliotheken zur Archäologie und Kulturgeschichte der alten Welt. Der chronologische Sammlungsschwerpunkt reicht vom Paläolithikum bis ins Hochmittelalter. Das Schriftenarchiv ist als Hausarchiv zu verstehen. Es sammelt, erschließt und erforscht Akten und Korrespondenz zur Geschichte des RGZM seit seiner Gründung 1852 und stellt diese für die öffentliche Nutzung bereit.
Der Arbeitsbereich »Visualisierung« umfasst das Bildarchiv, die Fotowerkstatt und die Grafikabteilung des RGZM. Die hier erstellten hochwertigen wissenschaftlichen Fotografien und Objektzeichnungen dienen der Dokumentation und Vermittlung von Forschungsergebnissen. Das zugehörige »Bildarchiv« wurde seit Gründung des Museums 1852 kontinuierlich aufgebaut. Zu den zu Beginn häufigen Bild-Geschenken anderer Museen kamen bald hauseigene Fotoaufnahmen und Grafiken hinzu, die nun den Schwerpunkt der Sammlung bilden. Der Arbeitsbereich verbindet Restaurierung, Forschung und Vermittlung mit Verlag und Öffentlichkeit.
Der Kompetenzbereich »Wissenschaftliche IT« erforscht Strukturen in Raum und Zeit auf der Basis von umfangreichen, detaillierten archäologischen Forschungsdaten und verfolgt die Forschungstendenzen an der Schnittstelle von IT und Archäologie (Digital Humanities).
Der Arbeitsbereich »Werkstätten und Labore« ist für das RGZM von zentraler Bedeutung und bildet für dessen objektbezogene Forschungen die unerlässliche wissenschaftliche Infrastruktur. Erst durch die Restaurierung werden archäologische Objekte und deren Befunde vollumfänglich für die Forschung erschlossen.
Ziel der Sammlungstätigkeit des RGZM ist es, die Möglichkeit zu schaffen, kulturgeschichtliche Bezüge an einem Ort wissenschaftlich studieren und einem breiteren Publikum vermitteln zu können.