Wissensfundament: Kompetenzbereiche

Das einzigartige hauseigene Wissensfundament des RGZM vereint umfangreiche technische Infrastrukturen mit einer fachlich und personell breit aufgestellten wissenschaftlichen Expertise, die auf sechs Kompetenzbereiche des Hauses und eine Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe verteilt ist. Innerhalb dieser eng miteinander verzahnten Bereiche tragen Grundlagenprojekte und explorative Forschungen zum Ausbau des Wissensfundaments bei. Sie dienen dazu, wichtige Materialquellen soweit zu erschließen oder neue Methoden bis zu einem Grad zu entwickeln und zu testen, dass Folgeprojekte mit weiterreichenden Forschungsfragen darauf aufbauen können.

Der Kompetenzbereich »Pleistozäne und Frühholozäne Archäologie« untersucht die Entwicklung unseres Verhaltens in der Alt- und Mittelsteinzeit.
Der traditionelle Schwerpunkt des Kompetenzbereichs »Vorgeschichte« liegt auf den Metallzeiten, vom ersten Auftreten der Metallgewinnung und Metallverarbeitung bis zur Spätlatènezeit.
Die Forschungen im Kompetenzbereich »Römische Archäologie« reichen von der Gründung der ersten Provinz in mittelrepublikanischer Zeit bis zum Ende des Weströmischen Reiches im späten 5. Jahrhundert n. Chr.
Der Kompetenzbereich »Frühgeschichte und Byzanz« betrachtet die Zeit vom ausgehenden 3. bis zum 15. Jahrhundert. Über die Grenzen Europas hinaus richtet sich der Blick auf die nordafrikanischen und vorderasiatischen Nachbarn.
Die Restaurierungswerkstätten spielen in vielen Forschungsfeldern des RGZM eine unverzichtbare Rolle. Sie erschließen archäologische Objekte durch die Restaurierung für die wissenschaftliche Bearbeitung, sichern und dokumentieren deren Befunde.
Der Kompetenzbereich »Vulkanologie, Archäologie und Technikgeschichte (VAT)« besteht seit 1997. Er hat seinen Sitz in Mayen, Kreis Mayen-Koblenz, inmitten einer erdgeschichtlich jungen Vulkanlandschaft. Seit alters her ist die Region vom Abbau mineralischer Rohstoffe geprägt.
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert im Rahmen ihres Emmy Noether -Programms eine neue Forschungsgruppe von exzellenten Nachwuchswissenschaftlern am RGZM, die verschiedene Theorien in der Archäologie über die Wechselwirkung zwischen Mensch und Umwelt mit einer jahreszeitlichen Perspektive verifizieren möchte.