Kooperationen und Forschungsverbünde

Für seine Forschungsprojekte kann das RGZM einerseits auf ein hauseigenes Wissensfundament zurückgreifen, ist aber andererseits über zahlreiche Kooperationsverträge auch fest in ein weltumspannendes archäologisches Forschungsnetz eingebunden. Seine klare internationale Ausrichtung wird ergänzt durch nationale Kooperationen mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen und anderen Institutionen (z.B. Behörden im Rahmen des Kulturgüterschutzes). Eine besonders wichtige Rolle spielen u. a. die Vernetzung im Rhein-Main-Gebiet und der Austausch mit anderen Leibniz-Forschungsmuseen und -instituten.

Die Arbeiten zur geometrischen Dokumentation von Funden und Befunden sowie die Bearbeitung von Daten mit Raumbezug werden in Kooperation mit dem Institut für Raumbezogene Informations- und Messtechnik (i3mainz) der Hochschule Mainz durchgeführt.
Das RGZM ist Gründungsmitglied des Mainzer Zentrums für Digitalität in den Geistes- und Kulturwissenschaften, kurz mainzed. mainzed ist eine gemeinsame Initiative von sechs wissenschaftlichen Einrichtungen zur Förderung digitaler Methodik in den Geistes- und Kulturwissenschaften am Standort Mainz mit dem Ziel, ein Mainzer Profil zu entwickeln.
Die »Materialwissenschaftliche Archäometrie« wird zusammen mit dem Institut für Geowissenschaften und dem Institut für Vor- und Frühgeschichte der JGU betrieben. Das gemeinsame Interesse liegt auf mineralischen und metallischen Werkstoffen.
Im Rahmen der Kooperation mit dem Ludwig Boltzmann Institut für geophysikalische Prospektion und virtuelle Archäologie (LBI ArchPro) werden neue Technologien und Auswertungsprogramme auf den im Titel genannten Gebieten, d.h. der Geophysikalischen Prospektion und der Virtuellen Archäologie erprobt und weiterentwickelt sowie einige geophysikalische Prospektionen unentgeltlich durchgeführt.
Der Leibniz-Forschungsverbunds Historische Authentizität untersucht in transdisziplinärer und internationaler Perspektive, wie historische und zeitgenössische Authentizitätsvorstellungen den Umgang mit dem kulturellen Erbe beeinflusst haben.
Ziel des »Leibniz-WissenschaftsCampus - Byzanz zwischen Orient und Okzident - Mainz/Frankfurt« ist es, eine breite Plattform für interdisziplinäre Byzanzforschung institutionell zu etablieren. Beteiligt sind neben der Byzantinistik und der Christlichen Archäologie und Byzantinischen Kunstgeschichte sämtliche Fächer, die zur Erforschung des Byzantinischen Reichs und seiner Kultur beitragen. Der WissenschaftsCampus Mainz/Frankfurt fördert die Integration der zersplitterten Wissenschaftsdisziplinen, die sich mit Byzanz befassen. Er ermöglicht themenorientierte, multidisziplinäre, historisch-kulturwissenschaftliche Forschung unter einem Dach und bewirkt durch einen gemeinsamen Auftritt der Byzanzforschung eine bessere Sichtbarkeit dieses Fachgebiets.
Das seit 1990 bestehende und bis 2014 vom BMBF geförderte Chinaprojekt dient der Erhaltung und Erforschung hochrangiger Kulturgüter aus der Provinz Shaanxi. Bestand die Kooperation in den vergangenen 20 Jahren vor allem in einer technisch-restauratorischen Hilfestellung bei der Ausbildung chinesischer Restauratoren, so wird aufgrund der neuen ökonomischen Situation in China zukünftig eine gleichberechtigte Zusammenarbeit mit chinesischen GeisteswissenschaftlerInnen angestrebt.
Das RGZM unterhält nicht nur Kooperationen mit Einrichtungen in vielen Mitgliedstaaten der EU, sondern auch weit darüber hinaus. Diese Zusammenarbeit hat auch zur Begründung ständiger regionaler Forschungskooperationen und zur Einrichtung von Außenstellen im Ausland geführt.